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Der fotoforum Award

Die Top 12 des fotoforum-Awards 5/2016
»Experimentell«

1. Platz, Kategorie Abstrakt

Katja Gragert (Gesamtsieger): »Concrete«

Die Hochschule für Musik in Karlsruhe war das Ziel von Katja Gragert aus Potsdam. „Ich hatte das moderne Gebäude mit dem Ziel aufgesucht, dort ein auf Linien und Flächen abstrahiertes Architekturbild machen zu können. Meine Hoffnung wurde nicht enttäuscht. Ein sehr eng gewählter Ausschnitt, kombiniert mit dem sanften Licht eines bewölkten Tages und einer starken Überbelichtung, erzielte den gewünschten Effekt“, kommentiert sie ihr Foto. Für die Juroren war dieses Bild ein Paradebeispiel für eine gekonnte Abstraktion. Die Linien und Formen bilden ein völlig neues Motiv und lassen die Architektur nebensächlich erscheinen. Drei Daumen nach oben!

300 Euro / 10 Punkte

2. Platz, Kategorie Abstrakt

Reiner Holthaus: »Auffliegend«

Reiner Holthaus aus Rheinberg fotografierte 2007 in Duisburg mit einer Nikon D200 unterschiedliche Metallgegenstände. Im Laufe der Jahre reiften die Bilder per Photoshop weiter bis zu diesem kleinen Meisterwerk. Das Ziel Holthaus’ war es, schweres Material federleicht darzustellen. Das Bild zeigt vorbildlich die Kraft von Abstraktion, in dem es eine neue Ebene eröffnet und tatsächlich das Auffliegen von Vögeln suggeriert.

200 Euro / 7 Punkte

3. Platz, Kategorie Abstrakt

Wolfgang Kürner: »Tripthychon«

Wolfgang Kürner aus Radeburg schuf das Rohmaterial für dieses Triptychon im Winter 2013 am Fluss Große Röder bei Dresden. Sein Ziel war es dabei, die Sonnenreflexe der untergehenden Sonne im Wasser und gleichzeitig die Kraft des wirbelnden Wassers einzufangen. Daheim wählte er drei Bilder aus, die zusammengesetzt den Eindruck vermitteln, sie seien eins. Die Juroren waren begeistert von den Farben und der Anmutung des Triptychons, das dem Gesamtwerk erst die Krone aufsetzt.

100 Euro / 6 Punkte

1. Platz, Kategorie Analog-Style

Reiner Heuzeroth: »Elbphilharmonie«

Reiner Heuzeroth aus Hamburg fotografierte dieses Bild, das die Zeit zu verschieben scheint. Links ein altes Segelschiff, weiter rechts ein altes Frachtschiff. Im Hintergrund – von Nebel umschlungen – ragt die moderne Elbphilharmonie gen Himmel. Im Zuge der Bildbearbeitung legte Heuzeroth noch einen Vintage-Filter mit dem Effekt eines alten Fotopapiers über das Foto, um eine analoge Anmutung zu schaffen. Die drei Juroren waren begeistert vom Spiel mit der Zeit und der damit verbundenen Wirkung des Bildes.

300 Euro / 8 Punkte

2. Platz, Kategorie Analog-Style

Joerg Olschowka: »Marcel«

Joerg Olschowka aus Aachen fotografierte Marcel während einer Shooting-Pause, als er versunken auf sein Smartphone schaute. Die drei Juroren fanden Gefallen an dem körnigen Bild, das besonders durch seine geringe Schärfentiefe ins Auge fällt. Der abgewandte Blick bringt Spannung ins Bild.

200 Euro / 7 Punkte

3. Platz, Kategorie Analog-Style

Stefan Abele: »Ruhephase«

Am 28. September 2015, einer Nacht mit totaler Mondfinsternis, machte sich Stefan Abele aus Welzheim mit einem Freund auf den Weg in den Gespensterwald bei Nienhagen, um dort zu fotografieren. Sein Foto machte er mit einer Canon EOS 5D MK II und einem Lensbaby Muse. Die Jury war begeistert von der analogen Anmutung, der klaren Linienführung und der mystischen Stimmung. Der Lensbaby-Effekt verhalf dem Bild eindeutig aufs Siegertreppchen.

100 Euro / 6 Punkte

1. Platz, Kategorie Composing

Susanne Behr: »Begegnungen«

Beim Blick von der Rheinkniebrücke auf die Rheinuferpromenade fielen Susanne Behr aus Düsseldorf die Schattenbegegnungen der Radfahrer auf. Ein paar Tage später fotografierte sie 30 Minuten lang an einem Nachmittag alle Personen, die dort unterwegs waren. Für das Composing wählte sie die passenden Schatten aus und montierte sie zu einem Bild zusammen. Ein Bild mit Such- und Aha-Effekt – die Jury war begeistert.

300 Euro / 8 Punkte

2. Platz, Kategorie Composing

Hilde Kristen: »Regenschutz«

Hilde Kristen aus Bruck/A kam bei einem Spaziergang die Idee zu diesem Bild. „Es regnete tagelang. Die Menschen und die Natur hatten genug von so viel Nässe und ich hatte das Gefühl, die Natur würde sich über einen Schirm auch sehr freuen“, beschreibt die Fotografin die Bildidee. Sie fertigte einige Bilder eines markanten Baumes an und ihre Enkelin hielt den Schirm in den verschiedenen Positionen. In Photoshop kreierte sie dann später dieses kleine Kunstwerk, von dem auch die Juroren ganz angetan waren.

200 Euro / 7 Punkte

3. Platz, Kategorie Composing

Wolfgang Rink: »Atomic Fly«

Wolfgang Rink aus Landau fotografierte die Atomic Fly. Sie sei gut an ihrem Leuchten zu erkennen, das sie umgibt. Bestenfalls nachts; und zum Zeitpunkt der Aufnahme ist Nacht. So beschreibt der Fotograf sein nicht ganz ernst gemeintes Bild, das er nach der Aufnahme mit dem Stempelwerkzeug so bearbeitete, als würde die Fliege eine Art Antriebsstrahl hinter sich herziehen. Für die Jury war dieses Schmunzelbild eine willkommene Abwechslung und gerade in der dezenten, aber wirkungsvollen Bearbeitung fand sie dessen Stärken.

100 Euro / 6 Punkte

1. Platz, Kategorie Light Art

Heinz-Jörg Wurzbacher: »Galactic Reconnaissance Ship«

Dieses galaktische Aufklärungsschiff fotografierte Heinz-Jörg Wurzbacher aus Koblenz mit seinem Fotopartner Garry Krätz zusammen in einem Bimswerk bei Koblenz. Das Schiff besteht dabei aus einer Fahrradfelge mit unterschiedlichen Lichtelementen, die durch eine Drehung dieses Lichtgebilde während einer Langzeitaufnahme formen. Ziel der Lichtkünstler war eine klare Aufnahme ohne überflüssige Lichteffekte. Und das gelang den beiden ausgesprochen gut.

300 Euro / 8 Punkte

2. Platz, Kategorie Light Art

Bernhard Rauscher: »She's got herself«

Bernhard Rauscher aus München fotografierte dieses LAP-Foto in einem alten Volksbad in Nürnberg mit viel Aufwand: Blitz, Nebelmaschine, Model, Taschenlampe, Acrylglasplatte … Alles musste zum richtigen Zeitpunkt während einer Belichtungszeit von 5 Sekunden ins Bild gebracht und passgenau für das Foto arrangiert werden. Unzählige Versuche später war das perfekte Bild im Kasten. Die Juroren ahnten die viele Arbeit und bestaunten die Genauigkeit sowie die Anmutung des Bildes. Ein verdienter 2. Platz.

200 Euro / 7 Punkte

3. Platz, Kategorie Light Art

Eric Axhausen: »Wasserturm«

Eric Axhausen aus Singen illuminierte den Wasserturm von Horn am Bodensee. Dabei wollte er den Turm wie einen Leuchtturm wirken lassen und bastelte sich die entsprechenden Lichtwerkzeuge. Nach einigen Trockenübungen in der Wohnung machte er sich daran und zog seine Bahnen entlang und über dem Turm. Die Jury entdeckte sofort den Leuchtturm und fand Gefallen an den vielen gekonnt inszenierten Effekten.

100 Euro / 6 Punkte