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Der fotoforum Award

Die Top 12 des fotoforum-Awards 3/2019
»LANDSCHAFTEN«

1. Platz, Kategorie Mensch und Landschaft

Stefanie Bomhoff (Gesamtsiegerin): »Nichts wie weg«

Stefanie Bomhoff aus Bassum besuchte mit ihrer Fotodrohne einen Surfstrand an der portugiesischen Westküste. „Das Besondere an diesem Surfspot ist die dort einzigartige Dünenlandschaft. Die Wellen donnern dort mit einer unfassbaren Wucht und einem extrem breiten Gischtgürtel an den Strand“, beschreibt die Fotografin die Situation. An diesem Morgen war die Windsituation gut und sie konnte sich mit der Drohne an die Fersen von einem Surfer heften. Die Jury war beeindruckt von der Szenerie, den Farben und der tiefgründigen Wucht des Bildes.

200 Euro / 10 Punkte

2. Platz, Kategorie Mensch und Landschaft

Daniel Reiter: »Verkehrte Welt«

Daniel Reiter aus München fotografierte dieses Bild im Mohave Valley, einem Tal, das am östlichen Ufer des Colorado River im Nordwesten von Arizona liegt, aus einem kleinen Flugzeug heraus. Die Jury brauchte ein paar Sekunden, ehe sie erkannte, dass es sich bei dem Motiv um Bewässerungskreise und eine kleine Siedlung handelt. Besonders gefielen ihr dann die Struktur und die Geometrie des Bildes.

100 Euro / 7 Punkte

3. Platz, Kategorie Mensch und Landschaft

Markus van Hauten: »Cave man«

Markus van Hauten aus Stolberg fotografierte in Island die Gletscherhöhle Breidamerkurjökull, die etwa nach einer einstündigen Wanderung über den Gletscher zu erreichen ist. van Hauten entdeckte die kleine Öffnung und fand sie perfekt für ein Selfie. Er positionierte seine Kamera samt Fernauslöser und fertigte zwecks HDR drei Belichtungen an. Die Jury war von der Kulisse ebenso begeistert wie von den vielen Blautönen, gepaart mit den zarten Sonnenstrahlen.

50 Euro / 6 Punkte

1. Platz, Kategorie Jahreszeiten

Henrik Spranz: »Schneegestöber«

Henrik Spranz aus Wien (A) stand seit Winterbeginn in den Startlöchern, um einige seiner Motivideen umzusetzen. Als dann Schneetreiben angekündigt war, nahm er sich sogar kurzerhand Urlaub dafür. Seine Idee war es, mit einem Blitzlicht die winterliche Stimmung zu verstärken, indem er mit möglichst offener Blende die Schneeflocken im Bokeh gesondert betonte. Die Jury konnte erst ihren Augen nicht trauen und glaubte an eine übertriebene Bildbearbeitung. Nach und nach entzifferte sie allerdings das Bild und am Ende stand fest: Der Urlaub hat sich gelohnt!

200 Euro / 8 Punkte

2. Platz, Kategorie Jahreszeiten

Adam Pachula: »"AUTUMN HEATHER"«

Früh morgens zum Sonnenaufgang war Adam Pachula aus Dor tmund in der Westruper Heide im südlichen Münsterland unterwegs, um die Farben und das Licht des Morgens einzufangen. Und das erfolgreich, wie die drei Juroren feststellten. Das Licht ist seidenweich, die Farben ausgesprochen harmonisch und der Spätsommer im Bild absolut spürbar.

100 Euro / 7 Punkte

3. Platz, Kategorie Jahreszeiten

Eberhard Ehmke: »Eisbaumlandschaft auf dem See«

Eberhard Ehmke aus Schlüchtern war in Hessen unterwegs, als nächtlicher Frost, gepaart mit täglichen Plusgraden, interessante Wetterphänomene versprach. An einem See entdeckte er dann die vielen Risse im Eis, die er aus der Drohnenperspektive gekonnt in Szene setze. Die Jury benötigte ein paar Sekunden, ehe das Bild verstanden war, und entdeckte dann ein erfrischend anderes Winterbild.

50 Euro / 6 Punkte

1. Platz, Kategorie Im Zauber der Nacht

Christoph Schaarschmidt: »racetrack playa«

Christoph Schaarschmidt aus Chemnitz fotografierte im Death Valley einen der wandernden Steine samt passendem Sternenhimmel. Für seine Fotoidee wollte er die Spur des Steines im Sand mit den Sternenspuren vereinen. Dafür suchte er bereits bei Tageslicht einen passenden Stein in dem schwierig zu erreichenden Gelände und traf alle Einstellungen an der Kamera. Bei ausreichender Dunkelheit fertigte er 105 Einzelbilder an, die er später am Rechner für die Sternenbahn montierte. Das Resultat der vielen Mühe überzeugte die Jury vollends, die sich förmlich in dem Bild verlor.

200 Euro / 8 Punkte

2. Platz, Kategorie Im Zauber der Nacht

Markus Nescher: »Vulkan Holuhraun«

Markus Nescher aus Schaan/FL fotografierte 2014 die 1,5 Kilometer lange Eruptionsspalte des Vulkanausbruchs in der Ebene Holuhraun in Island. Nescher begleitete damals den Ausbruch von der ersten Stunde an und seine Fotos gingen um die Welt. Für die Jury war dieses Bild ein Beweis dafür, wie schön und vielfältig ein Vulkanausbruch fotografiert werden kann.

100 Euro / 7 Punkte

3. Platz, Kategorie Im Zauber der Nacht

Anja Kallenbach: »Green arch«

Anja Kallenbach aus Bad Säckingen war in Nordnorwegen für eine Woche mit Rucksack, Zelt und Schneeschuhen unterwegs. „… was bei arktischen Temperaturen natürlich eine echte Herausforderung ist“, erwähnt sie in einem Nebensatz. In dieser Nacht wurde das Zelt gegen den Sturm befestigt und auch die Nordlichter – die exakt über dem Zelt einen Bogen spannten – ließen nicht lange auf sich warten. Sie fertigte elf Hochformatbilder für ein späteres Panorama an. Die drei Juroren staunten nicht schlecht und konnten die Faszination, aber auch die Kälte beinahe spüren.

50 Euro / 6 Punkte

1. Platz, Kategorie Ausblicke

Katharina Stephan: »Ausblick auf Spitzbergen«

Katharina Stephan aus Stuttgart hatte das Glück, eine Schiffsreise um Spitzbergen machen zu können. Ihr Siegerbild entstand eher durch einen Zufall: Ihr Kameraakku war leer und sie musste Nachschub aus der Kabine holen. Dabei entdeckte Sie den kleinen Plüschbären, der vom Fenster aus einen tollen Blick auf die Landschaft genoss. So schnell, wie sie das Motiv entdeckte, war es auch schon fotografiert. Für die Jury war es ein Bild mit vielen Bedeutungsebenen und die niedliche Idee machte es schließlich perfekt. Zudem könnte man das Thema Ausblicke kaum besser fotografieren.

200 Euro / 8 Punkte

2. Platz, Kategorie Ausblicke

Klaus Lenzen: »the tree«

Klaus Lenzen aus Ratingen entdeckte in Oregon (USA) einen alten Flugzeughangar aus dem 2. Weltkrieg, in dem eine Flugzeugausstellung untergebracht war. Diese schaute er sich auch beiläufig an, viel mehr interessierte ihn allerdings die Geometrie des riesigen Hangartores. Ihm war sofort klar, dass man solch ein Motiv nicht alle Tage erwischt. Gleiches dachten auch die Juroren, die diesen ungewöhnlichen, aber gezielten Ausblick auf die Landschaft durchweg positiv bewerteten.

100 Euro / 7 Punkte

3. Platz, Kategorie Ausblicke

Peter Marxer: »Fotografenblick«

Während einer Wanderung auf Sizilien entdeckte Peter Marxer aus Mauren (FL) ein leer stehendes Haus mit einer tollen Aussicht. „Das an der Innenmauer angebrachte Graffito animierte postwendend, auf den Auslöser meiner Kamera zu drücken“, beschreibt er die Situation. Die Jury erkannte schnell den Witz im Bild und genoss den Fotografenblick.

50 Euro / 6 Punkte