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Farbwiedergabe hier im Forum - zu Hilfe....

Hallo zusammen,

ich fotografiere in Adobe-RGB, bearbeite sie da auch. Wenn ich die fertigen Bilder als Jpg speichere, wandele ich immer automatisch in SRG für die Nutzung im Internet um. Ich erninnere mich auch dunkel, dass für dieses Fotoforum SRGB empfohlen wird.

Doch heute habe ich ein paar Farbfotos hochgeladen, die deutlich anders aussehen als auf meinem Bildschirm in PS, in Windows oder auch auf Facebook:

https://www.fotoforum.de/community/foto/441549-kaenguru-iii

Passiert hier doch noch mehr im Fotoforum bei der Farbwiedergabe?

LG Katja

PS: Mein Monitor ist kalibriert für Fotografie und ist ein Fotomonitor von Eizo.
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von Piesl
Sorry, ich meinte natürlich RGB Farbkanäle - Käpt'n Wurstfinger hat wieder zugeschlagen.  :)


Zitat Piesl
CMYK sind reine Druckdaten für Auflagedrucke in Euroskalenfarben.

Grüße aus dem Südwesten
Peter

Hallo Peter,
das würde mich aber sehr wundern. RGB-Daten werden nur bei Ausbelichtungen gebraucht. Soweit mir bekannt werden alle Tintenstrahldrucker zumindest mit 4 Farben  (CMYK) verwendet. Im Normalfall sind es heute wohl 7 oder 8 Farben. Dafür braucht es dann aber meist doch CMYK- Daten. Der Druckdienstleister wandelt dann die RGB-Daten in CMYK um oder er hat ein Rip das dies dann ermöglicht. Wenn ich aber weiss was der Dienstleister für Druckprofile verwendet kann ich die Wandlung selbst durchführen und auch als Softproof vorab am Monitor betrachten und das Druckergebnis so simmulieren.

Grüße aus dem kühlen Norden
Wolfgang
von Piesl
Hallo Wolfgang,

klares Jain. Dass Drucker zumindest mit den 4 Skalenfarben arbeit - oder höher also Light Cyan, -Magenta etc. hatte ich ja erwähnt. Ausnahmen bilden da Laminatsverfahren wie Canons Celphy oder z. B. bei DM die CEWE Schnelldrucker. Dort werden rote, gelbe und blaue Transparentfolien auflaminiert. RGB als Bildfarben sind eigentlich nur die Farben, die ein Monitor darstellen kann bzw. ein Sensor aufnimmt. Das sind aditive Farben, die in Summe Weiß ergeben. Sämtliche Tinten oder pigmentierte Farben unterliegen der subtraktiven Farbmischung, ergeben in Summe ein schwarzähnliches Braun. Jeweils 100% CMY plus, für den Farbdruck, Black (K=Keys), um eine bessere Tiefenwirkung zu erzeugen.
Der Haken daran liegt, wie du es auch erwähnt hast, dass Tintenstrahldrucker von der Basis her davon ausgehen, dass sie RGB Daten geliefert bekommen. Das Druckermenu konvertiert die nun in den druckbaren CMYK Farbraum, falls vorhanden auch noch die Light Farben. Der Grund für Light Farbenliegt darin, dass die Skalenfarben einen weit geringeren Farbraum abdecken als es RGB oder sogar Lab kann. Die Light Farben ermöglichen eine feinere Abstimmung, die wird aber beim industriellen Farbdruck für Bücher, Illustrierten, Zeitungen, ... nicht verwendet. Hier kann bei Bedarf, z. B. Verpackungsindustrie, mit Sonderfarben erweitert werden.
Bekommt nun ein Tintenstrahldrucker statt RGB schon CMYK geliefert wird er diese entsprechend seinen Einstellungen erneut konvertieren. Man sollte daher beim Dienstleister wirklich nachfragen ob seine Drucker angelieferte CMYK Daten auch als solche erkennen und 1/1 umsetzen können. Wenn ja, dann ist alles in Butter. Wenn nicht - eventuell Probleme.
Bietet der Dienstleister die Möglichkeit des Softproofdownloads und auch die entsprechenden Konvertierungsprofile an ist dies natürlich top! Bleibt immer noch das "Risiko" wie gut ist/kann (und alt) der eigene Monitor kalibriert werden, stimmt das Umgebungslicht, sitzt der Anwender (persönliches Farbempfinden) mit leuchtend bunter Kleidung vorm Monitor. (und selbst wenn alles stimmt, Abweichungen wird es immer geben)

Gruß Peter
Hallo zusammen,

Wolf, danke für den Link, werde ihn mir in Ruhe anschauen.

Peter: ich lasse nur in Druckereien drucken. Die Arbeit - unter anderem mit dem Farbmanagement für einen Heimdrucker und auch die Kosten, sind mir zu viel. Bei meinen beiden bevorzugten Druckereien - Poster bei Saaldigital, den Tierschutzkalender bei wir machen druck - erstelle ich das Druckpdf in dem von denen vorgegeben Druckprofil. Deswegen meine Antwort mit CMYK.

Da ich ja auch beruflich viel mit Bildbearbeitung und Grafikerstellung zu tun habe und auch mehrere Freelancer, die mir zuarbeiten, habe ich mir hier einen Workflow erarbeitet der passt.

Das Problem ist wirklich die Farbbildanzeige im Netz. Habe eben ein Flamingobild hier hochgeladen. Es wird mir auf meinem Bildschirm in PS und im Browser, wenn ich anstatt "speichern unter" über "exportieren" für das Web speichere - und mir dann die Vorschau im Firefox anschaue, farblich gleich angezeigt. Wenn ich es aber dann hier hochlade, dann sind die hier im Forum gezeigten Farben sowohl auf meinen Eizo als auch auf dem Laptob und eben in der normalen Browservorschau beim Speichernvorgang etwas anders, als das Bild hier im Forum erscheint.

Ich kann es technisch nicht herleiten, aber mein Eindruck ist schon dass durch die Komprimierung der Forumssoftware es zu leichten Farbveränderungen kommen kann. Anders kann ich mir das nicht mehr erklären.

LG + danke an alle die mitdenken und Wissen beisteuern
Katja
Eine Digitalkamera zeichnet die Bilder mit Rot, Grün und Blau empfinlichen Sensorelementen auf. Die Aufnamen liegen dann richtig im RGB-Farbraum vor. Gundsätzlich sollten auch alle anderen Bearbeitungsschritte in diesem Farbraum folgen. Es gibt einige ältere Bücher oder Internetseiten die die Verwendung des CMYK-Farbraum für die Bildbearbeitung emfehlen. Einfach ganz ganz schnell vergessen!!! Nur für den Offset-Druck wird dieser Farbraum verwendet. CMYK beschreibt einen Farbraum für nur einen bestimmten Druckprozess. Für andere Druckprozesse, z.B. auf andere Papiersorten oder andere Drucker, bzw. Farben, wären die Ergebnisse schlecht brauchbar. Außerdem verfälschen Helligkeitsanpassungen in CMYK auch die Farben. Eine Helligkeitsanpassung verändert auch in RGB die Farben, aber hier ändert sich nur die Buntheit, während sich in CMYK die Farben in nicht gewünschte Richtungen verändern können. Es bleibt fest zu halten, dass Bildbearbeitung bis zum Druck in RGB durchgefürt werden muss. CMYK ist für all das nicht geeignet. Man arbeitet mit sRGB, oder wenn der Bildschirm es her gibt, mit AdobeRGB. CMYK hat nichts mit der Anzahl von Druckpatronen zu tun, nur weil es noch eine schwarze gibt. Heute haben normale Drucker schon 2 schwarze Patronen, CMYKK???

Gruß HaJo

Zitat hans-Joachim Schaffhäuser
Eine Digitalkamera zeichnet die Bilder mit Rot, Grün und Blau empfinlichen Sensorelementen auf. Die Aufnamen liegen dann richtig im RGB-Farbraum vor. Gundsätzlich sollten auch alle anderen Bearbeitungsschritte in diesem Farbraum folgen. Es gibt einige ältere Bücher oder Internetseiten die die Verwendung des CMYK-Farbraum für die Bildbearbeitung emfehlen. Einfach ganz ganz schnell vergessen!!! Nur für den Offset-Druck wird dieser Farbraum verwendet. CMYK beschreibt einen Farbraum für nur einen bestimmten Druckprozess. Für andere Druckprozesse, z.B. auf andere Papiersorten oder andere Drucker, bzw. Farben, wären die Ergebnisse schlecht brauchbar.

Hallo Hans-Joachim,
Das der CMYK- Farbraum nur für den Offset-Druck gebraucht wird ist natürlich nicht ganz richtig. Auch Andere Druckverfahren, besser gesagt alle, arbeiten in CMYK. Ausgenommen einmal besondere Druckverfahren die / od mehr Farben verwenden, aber auch dafür gibt es heute entsprechende Profile.
Aber auch alle Tintenstrahldrucker, Laserdrucker u.s.w., bis auf die von Peter genannten, verwenden intern CMYK-Profile. Immer wenn RGB-Daten angeliefert werden wandelt der Druckdienstleister diese in den entsprechenden Farbraum um, so sollten wir hoffen. Heutige Tintenstrahldrucker verwenden dann im Normalfall 7 Farben C, CL, M, ML, Y, B und BL.

Zitat hans-Joachim Schaffhäuser
Außerdem verfälschen Helligkeitsanpassungen in CMYK auch die Farben. Eine Helligkeitsanpassung verändert auch in RGB die Farben, aber hier ändert sich nur die Buntheit, während sich in CMYK die Farben in nicht gewünschte Richtungen verändern können. Es bleibt fest zu halten, dass Bildbearbeitung bis zum Druck in RGB durchgefürt werden muss. CMYK ist für all das nicht geeignet. Man arbeitet mit sRGB, oder wenn der Bildschirm es her gibt, mit AdobeRGB.

Auch ist es nicht ganz richtig,das man in CMYK keine Bilder korregieren kann. Es ist vielleicht für Fotografen nicht immer sinnvoll, für Lithografen, Tiefdruckretuscheure und anderen aber ein seit Jahrzehnten angewandte Methode um BIlder zu korregieren. Man muss es halt nur können!!! Besonders interessant ist es z. B. den Schwarzauszug zu bearbeiten um eine gut Tiefendurchzeichnung zu bekommen. Wer möchte kann da ja mal im RGB probieren. Ich weiß von ich spreche, habe selbst Jahre damit zugebracht CMYK-Daten zu manipulieren.

Es bleibt festzuhalten, das für Fotografen die Bildgearbeitung im RGB angeraten ist. Der Druckdienstleister wird dann hoffentlich die richtigen Farbraumumwandlungen durchführen.

Gruß Wolfgang


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