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fotoforum Award 2018

Administrator
Hallo, liebe fotoforum Community,

der fotoforum Award 2018 ist gestartet. In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir viele Ideen und Anregungen ausgewertet, mit Fotografen und Clubmitgliedern gesprochen und natürlich viel organisiert. Danke für euer Feedback, Wünsche und natürlich auch konstruktive Kritik.

Neue Themen und Kategorien: Ab dem fotoforum Award 1/2018 sind die Themen und Kategorien nicht mehr fix, sondern können jährlich wechseln. Nach dem Prinzip „Standbein und Spielbein“ werden wir manche von Jahr zu Jahr variieren und andere weiterführen.

Spendenprojekte: Ab 2018 werden wir mit dem fotoforum drei Spendenprojekte unterstützen. Jeder Gewinner eines Geldpreises hat die Option, eines der vom fotoforum-Verlag ausgewählten Spendenprojekte zu unterstützen. Dafür kann er seinen Gewinn ganz oder teilweise zur Verfügung stellen. Die Projekte stellen wir euch in Kürze vor.

Gruppenwertung: Wir haben das Bewertungsschema für die Gruppenwertung vereinfacht. Ab 2018 möchten wir die Qualität einzelner Fotografen deutlicher einfließen lassen. Daher zählen ab 2018 die Originalpunkte, die jeder einzelne Fotograf sammelt, ebenfalls für die Gruppe. Die Preisgelder für die Top-3-Gruppen wurden den Prämien für die Einzelsieger angepasst: 300 Euro für Platz 1, 200 Euro für Platz 2 und 100 Euro für Platz 3.

Und noch ein vierter Punkt:
Siegerehrung: Die drei erstplatzierten Fotografen der Jahreswertung und jeweils ein Vertreter der Top-3-Gruppen sind unsere Gäste bei der Siegerehrung, die am 20. Oktober 2018 in Cloppenburg im Rahmen der fotoforum Impulse (19.-21.10.2018) stattfindet.

Die neuen Themen 2018 findet ihr hier:
https://www.fotoforum.de/wettbewerbe/themen-termine

Viel Spaß beim Fotografieren und Mitmachen!

Herzliche Grüße,

Martin
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Antworten

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Hallo Ralph,

genau das meine ich ja und genau darum sind mir die vielen Islandbilder durchaus auch kritisch aufgefallen.
VG Simone
Liebe Community,
es geht um die nie enden wollende Diskussion, wie sollen die Juroren des forum-Wettbewerbs die Bilder im Rahmen der vorgegeben Regeln bewerten.
Ich glaube, man muss erst einmal akzeptieren, dass die Bewertung trotz aller Mühen um Objektivität eine subjektive bleibt. Dieses sicherlich getragen von Erfahrungen und vielleicht auch (main-)stream.
Die Kommentare zu den Bildern aus der weiten Welt kann ich teilweise nachvollziehen, insbesondere das statement von Simone macht nachdenklich (Arschloch der Evolution - muss ich mir unbedingt merken).
Aber letztendlich sind es die Fotografen selbst, die ihre Bilder in der weiten Welt machen und sind damit auch verantwortlich für den Foto-Tourismus, den eigentlich keiner will!
Den Juroren in diesem Fall die Schuld in die Schuhe zu schieben, wäre vielleicht zu kurz gesprungen......
LG Stefan

Zitat stefan-strick
Liebe Community,

Den Juroren in diesem Fall die Schuld in die Schuhe zu schieben, wäre vielleicht zu kurz gesprungen......
LG Stefan

So lange ein bestimmtes Motiv gute Platzierungen erreicht, werden viele Fotografen das auch fotografieren wollen. Und sei es auch noch so umweltunverträglich dieses zu fotografieren. Also hat auch die Jury zumindest eine Mitverantwortung.
Und da das fotoforum selbst auch Reisen nach Island organisert und durchführt wundert es mich nicht, dass solche Bilder vermehrt in den Annahmen auftauchen.

Kann mich nur anschließen. Wer sonst als die jury hat die bilder bewertet, jedenfalls war weder herr zufall oder der liebe gott dabei. Durch den vertreter vom ff wird die neutralität der jury aufgehoben . Der lobbyismus hat wieder mal gezeigt wo der weg hinzuführen hat.
Zitat Thomas Blanck

Zitat stefan-strick
Liebe Community,

Den Juroren in diesem Fall die Schuld in die Schuhe zu schieben, wäre vielleicht zu kurz gesprungen......
LG Stefan

So lange ein bestimmtes Motiv gute Platzierungen erreicht, werden viele Fotografen das auch fotografieren wollen. Und sei es auch noch so umweltunverträglich dieses zu fotografieren. Also hat auch die Jury zumindest eine Mitverantwortung.
Und da das fotoforum selbst auch Reisen nach Island organisert und durchführt wundert es mich nicht, dass solche Bilder vermehrt in den Annahmen auftauchen.

von Graz
Hallo Miteinander,

ich kann ja eure Einstellung verstehen, aber ich glaube der Einzelne kann da wenig ausrichten. Man könnte ja wirklich auch daheim spazieren gehen und fotografieren, das ist dann wahrscheinlich nicht so spektakulär wie Island etc. Ich war heuer auf Madeira, dort gibt es auch schöne Motive, vielleicht nicht so atemberaubend wie ein Geysir aber der Atlantik gibt auch gute Motive her, man muß sie halt sehen wollen. Ich glaube da könnte man ewig herum diskutieren, da kommt dann Schlußendlich nichts heraus!


VG Gisela
Administrator
Hallo Thomas,
Du schreibst:
Zitat Thomas Blanck
[…] Natürlich könnte der "Profi" auch als Vorbild dienen und in heimischen Gefilden fotografieren. Er könnte sich z.B. kritisch mit der Zerstörung von Landschaft und Lebensraum auseinandersetzen. Wenn er das macht, bekommt er aber keine große Bühne. Denn die meisten Wettbewerbe wollen ja eben ausdrücklich keine vom Menschen geschaffenen Dinge wie Strassen, Stromleitungen usw. in ihren Wettbewerbsbildern dabei haben. Selbst hier beim fotoforum sieht man derartige kritische Auseinandersetzung nicht.
VG Thomas
Ob Profi oder Amateur: Es steht jedem frei, seine Motive und Aufnahmeorte zu wählen. Wenn jemand Freude an ästhetisch durchkomponierter Landschaft hat, ist das für mich genauso okay wie ein Foto, das mit kritischem Blick die Zerstörung einer Landschaft darstellt. Beides hat seine Berechtigung. Wer die vermeintlich „große Bühne" will, soll sie suchen. Die Frage ist doch, was jeder für sich selbst möchte. Ich kennen viele Naturfotografen, die genau diese „stillen Motive" suchen, die auch von kritischen Zusammenhängen und Themen berichten. Wenn solche Bilder im Wettbewerb nur selten auftauchen, dann stelle ich mal die Frage: Liegt es vielleicht auch daran, dass wir von diesen kritischen Motiven einfach zu wenige in Fotowettbewerben zu sehen bekommen? Die Mehrzahl der Motive, die eingereicht werden, sind nach meiner Beobachtung von großer Ästhetik und idealisierender Darstellung geprägt – nicht von kritischen Hinweisen auf die Zerstörung der Natur. Doch dafür braucht es auch die Entschlossenheit, ein Foto aus eigener Überzeugung für das Thema und die Bildaussage einzusenden – und nicht nach der vermeintlich absehbaren Akzeptanz bei einer Jury.
Gruß, Martin
Administrator
Hallo bavare51,
Zitat bavare51
[…] Durch den vertreter vom ff wird die neutralität der jury aufgehoben . […]
das ist eine interessante These. Welche Neutralität wird hier aufgehoben?
Wenn eine Jury neutral wäre, gäbe es kein Ergebnis. Wenn es aber ein Ergebnis gibt, gibt es auch immer Menschen, die anderer Meinung sind als die Jury.
Gruß, Martin
.. doppelpost
... dreifachpost ... sorry.


Zitat Martin Breutmann
Hallo Thomas,
Du schreibst:
Zitat Thomas Blanck
[…] Natürlich könnte der "Profi" auch als Vorbild dienen und in heimischen Gefilden fotografieren. Er könnte sich z.B. kritisch mit der Zerstörung von Landschaft und Lebensraum auseinandersetzen. Wenn er das macht, bekommt er aber keine große Bühne. Denn die meisten Wettbewerbe wollen ja eben ausdrücklich keine vom Menschen geschaffenen Dinge wie Strassen, Stromleitungen usw. in ihren Wettbewerbsbildern dabei haben. Selbst hier beim fotoforum sieht man derartige kritische Auseinandersetzung nicht.
VG Thomas
Ob Profi oder Amateur: Es steht jedem frei, seine Motive und Aufnahmeorte zu wählen. Wenn jemand Freude an ästhetisch durchkomponierter Landschaft hat, ist das für mich genauso okay wie ein Foto, das mit kritischem Blick die Zerstörung einer Landschaft darstellt. Beides hat seine Berechtigung. Wer die vermeintlich „große Bühne" will, soll sie suchen. Die Frage ist doch, was jeder für sich selbst möchte. Ich kennen viele Naturfotografen, die genau diese „stillen Motive" suchen, die auch von kritischen Zusammenhängen und Themen berichten. Wenn solche Bilder im Wettbewerb nur selten auftauchen, dann stelle ich mal die Frage: Liegt es vielleicht auch daran, dass wir von diesen kritischen Motiven einfach zu wenige in Fotowettbewerben zu sehen bekommen? Die Mehrzahl der Motive, die eingereicht werden, sind nach meiner Beobachtung von großer Ästhetik und idealisierender Darstellung geprägt – nicht von kritischen Hinweisen auf die Zerstörung der Natur. Doch dafür braucht es auch die Entschlossenheit, ein Foto aus eigener Überzeugung für das Thema und die Bildaussage einzusenden – und nicht nach der vermeintlich absehbaren Akzeptanz bei einer Jury.
Gruß, Martin


Ich hatte eines dieser extrem reduzierten, ruhigen Fotos, bei dem trotzdem die Zerstörung der Natur durch uns zu sehen ist, eingereicht ;-) 0 Punkte. Ist okay. Bei dem Bild hatte ich eh nicht mit irgendwas gerechnet, aber ich wollte es eben genau aus der eigenen überzeugung heraus und wegen der Bildaussage versuchen. Ich finde diese Diskussion "von mir wurde keines der Bilder angenommen" immer ziemlich albern. Aber wundern darf man sich selbst schon.... Es sidn viele, viele wirklich hervorragende Bilder prämiert und angenommen worden. Und erst heute habe ich Bilder für einen befreundeten Fotoclub juriert und weiß, wie schwierig es ist, sich da mit anderen Jurymitgliedern zu einigen, sich festzulegen, eine Auswahl zu treffen usw.Aber ich war schon enttäuscht, dass keines meiner Bilder auch nur einen Punkt erreicht hat. Und wirklich nachvollziehen kann ich es nicht. Aber okay. Sind nicht in Island aufgenommen, sondern vor der Haustür im Münsterland ;-)

Ich bin zumindest gespannt auf den Tier-Award. Wobei ich immer noch superenttäuscht bin, dass der nicht unter Natur-Definition läuft, sondern nun ein wild lebender Dachs, den man fast nur bei Dunkelheit erwischt und ewig lange für vorbereiten, planen und warten und hoffen muss, mit einem dressierten Hund konkurrieren soll, dem man bei schönsten Licht im tollsten Herbstwald "sitz" sagt und ihn vorher duschen und fluffig föhnen kann.
Wie man das ernsthaft miteinander vergleichen möchte ist mir wirklich ein Rätsel.

Und jeder, der am gesamten Award teilnimmt, muss sich mit verschiedensten Themen auseinandersetzen. Ich kann in keinster Weise Architekturfotografie. Trotzdem setze ich mich damit auseiander und fotografiere dann eben nicht den leeren Fuchsbau im Wald nebenan, nur weil das mein Metier ist und schicke das dann als "Architektur des Fuchses" in den Wettbewerb.
Warum es scheinbar aber anderen Fotografen nicht zumutbar ist  sich im Gegenzug mal mit der Naturfotografie zu beschäftigen und auf Haus- und Nutztiere und Zoo- und Gehegefotografie zu verzichten, erschließt sich mir nicht und macht mich auch ein wenig ärgerlich.

Ich mache das schließlich auch. Und man kann daraus nur lernen.
Vielleicht im nächsten Jahr..... es wäre wünschenswert.
VG Simone

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