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Hurtigrouten

von Birute
Liebe Fotofreunde,

brauch bitte Euren Rat.
Ich möchte mich im November auf die Hurtigroute machen....Was nehme ich  mit, was macht Sinn?

Ausrüstung Eos 70 D, 

Objektive... EFS 18-135....EFS 10-18 mm und L II Serie 100-400mm

Ich schleiche seit ewigen Zeiten schon um das 24 - 70 mm herum...sehr kostspielig aber lichtstark. Würde sich die Anschaffung für die Reise lohnen?

Außerdem ein Stativ, Fernauslöser....

Kleidung im November?

Wäre um Zipps sehr sehr dankbar.

Mit lieben Grüßen
Birute

Antworten

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von Leon46
Ich habe leider, leider keine praktischen Erfahrungen zu dieser beliebten Schiffsreise.
Da Deine Reisezeit auch der Zeitraum sichtbarer Polarlichter ist, würde ich ebenfalls an ein lichtstarkes WW-Objektiv denken.
Wenn ich an die möglichen Motive denke, so sollte die geplante Anschaffung eines 24mm-70mm sich lohnen, es wäre fast mein einziges Objektiv - neben einem extrem WW-  sein, was ich mitschleppen würde.
An die Schiffsvibrationen solltest Du auch denken, somit auch an ein Antiwackel-Objektiv, wobei dies bei WW nicht erforderlich ist.
VG.
Lichtstärke ist auch nicht immer das Gelbe vom Ei! Das EF 24-70/4 fehlt zwar nur eine Blende, hat aber Bildstabi und kostet erheblich weniger wie das f-2,8ter. Mit der Ersparniss kann man dann an Bord mehr genissen. Bzw. ein gutes Stativ und vielleicht ein Funkfernauslöser kaufen,
den man für andere Sachen bis 100m Entfernung nutzen kann. Bei längerer Belichtungszeit vom Stativ sollte man sich mit der Spiegelvorrauslösung auskennen.
Falsche Kleidung kann man an Bord ausgleichen, mit einem rumartigen Heissgetränk.
Normaler weise bist Du mit deinen Objektiven schon gut ausgerüstet. Nur um Schärfe und Brillanz zu bekommen, ist ein Stativ Pflicht!
Durch die heutige Pixeldichte auf dem Sensor gibt es Microverwacklungen, auch mit Stabi,d.h., wenn der Lichtstrahl zwischen 2-3 Pixel wandert, kann das Bild leiden.

VG  HaJo
von Birute
Erstmal gorßes Dankeschön, dass Ihr euch mit meiner Frage beschäftigt habt. Das teure Objektiv ist für erstmal passé...
War gestern im Fotogeschäft. Dort wurde mir das Sigma  17-50   2,8  empfohlen. Kostet um 319 €....Soll auch ok sein und könnte dann ein gescheiteres Stativ und einen Fernauslöser aunschaffen.

Hat jemand Erfahrung mit  mit dem Sigma 17-50mm 2,8?

Habe auch gelesen, dass die 70 d nicht bersonders rauscharm ist....sollte ich noch eine Zweitkamera, weniger rauscharm, evtl gebraucht anschaffen?

Wenn ich schon mal so eine kostspielige Reise mach, möchte ich auch ansehliche Fotos mitbringen.

Danke Euch im Voraus :-) und wünsche ein schönes, sonniges Wochenende!

von Leon46
Eigentlich ist der Brennweitenbereich durch das 18-135mm abgedeckt.
Ich habe mal das Sigma 17-70mm gehabt und war recht zufrieden (kommt in den Test auch besser weg als das 17-50mm).
Ein Stativ auf einem Schiff, an Bord ? - Ok, für an Land und für eine LZB.
Für LZB könnte ich mir eine andere Lösung vorstellen. Das Stativ bliebe für die Seereise zu Hause.
Naja, das ins Auge gefasste Equipment schaffst Du ja nicht nur für diese Reise an.
Vielleicht verschiebst Du die Reise auch auf nächstes Jahr.
VG.
von Birute
Danke, Leon......ist schon gebucht...lese mich mit Sigma nochmal durch....danke für den Tipp....werde das beste draus machen... 

HG Birute



von Erdmann
die Fahrt mit den Hurtigrouten habe ich 2015 gemacht. Ich habe sehr viele Aufnahmen mir dem 24-70mm fotografiertt. Auch meine Aufnahmen vom Nordlicht habe ich ausschließlich mit diesem Objektiv, Blende 2,8 und 24mm gemacht. Man weiß nie, wo das Nordlicht am Himmel auftritt. Also Kamera auf ein gutes Stativ (Die Schiffsvibration stört nicht), ISO 1600 (damit das Rauschen nicht zu stark wird) und Fernauslöser. Dann gilt es den Himmel zu beobachten, die Kamera auf das Nordlich ausrichten und nach meiner Einstellung etwa 2 sec belichten. Die Belichtungszeit variert mit der Stärke des Nordlichtes. Da Schiff und Nordlicht sich bewegen, aber beide leider nicht syncron, sind die Aufnahmen immer leicht unscharf. Wenn man den Horizont mit Lichtern an Land vermeidet, ist die Unschärfe tragbar. Man muss seinen eigenen Kompromiss zwischen Rauschen und Bewegungsunschärfe finden. Zeit zum Ausprobieren ist reichlich. Wann immer Nordlicht auftritt, wird man durch die Besatzung per Lautsprecher informiert, auch tief in der Nacht.
Meine Landschaftsaufnahmen vom Schiff sind überwiegend mit dem 70-200mm gemacht, da die Entfernungen zum Land relativ groß sind.
Nimm Schutzfilter für die Linsen mit, falls das Wetter schlecht ist.
E. Sch
von Birute
Hallo Erdmann, ich danke Dior sehr für Deine Tipps und dass Du Deine Erfahrungen mit eingebracht hast!
Ich wünsche Dir eine schöne Woche!

HG Birute
Hallo Birute, es freut mich, dass Dir meine Tipps zugesagt haben. Ich vergaß noch Hinweise auf die Kleidung.
Auch wenn ich Mitte Oktober gefahren bin, dürfte es dank des Golfstroms keinen erheblichen Unterschied geben. Innerhalb des Schiffes reicht normale Bekleidung, wie man sie auch zu Hause tragen würde. Es ist gut geheizt. An Deck und bei den Ausflügen ist allerdings warme Bekleidung angesagt: Mütze, Schal, Nässe- und Windschutzjacke mit gutem Unterfutter und Kapuze, warme Pullover, lange Unterhosen, warme Socken, ein Paar Wanderschuhe für die Ausflüge, ein Paar Schuhe für den Aufenthalt im Schiff, vernünftige Handschuhe, mit denen sich auch der Fotoapparat bedienen lässt. Auf dem Schiff stehst Du außerhalb der Innenräume immer im Wind. Das Schiff fährt (ca. 25km pro Std) und zusätzlich weht der Wind vom Meer. Ich hoffe, Du wirst - wie ich - keine Sturm erleben. Kalter Regen, Schnee und Eis sind aber durchaus drin, auch wenn die Durchschnitts-temperatur zunächst so um +5 bis +8 Grad liegt. Aber Du fährst dem Nordpol entgegen und so wird es immer kälter. Trotzdem sinken die Temperaturen kaum unter Null Grad. Mir hat mehr der Wind als die Temperatur zugesetzt, nicht nur beim Halten der Kamera. Da auf dem Schiff die Wege kurz sind, kann man sich aber immer wieder aufwärmen.
Die Kabinen sind klein und eng. Man sollte nicht zu viel Bekleidung mitnehmen. An Bord ist legere Kleidung völlig ausreichend.
Bezahlt wird an Bord mit Kreditkarte. Sie wird zu Beginn der Reise eingelsen und am Ende abgerechnet. Achtung: Preise für Getränke usw. sind in Norwegen zwei- bis dreimal teurer als in Deutschland. Ich habe mich mit Wasser und Kaffee über Wasser gehalten. Nur nach dem ersten Nordlicht habe ich mir einen Whisky gegönnt, um die besondere Stimmung zu genießen.
E. Sch
von Birute
Danke, Erdmann!

Das mit dem Whisky ist gut :-)....werde ich mir auch genehmigen, wenn ich das erste Nordlicht erwische..

LG Birute
Hallo Birute,

Leon46 und Erdmann haben das meiste schon geschrieben. Falls doch ein Sturm aufkommt, meine Empfehlung: Frühzeitig die Salons im oberen Bereich verlassen (auch wenn es dann fotografisch am spannendsten ist) und einen gemütlichen Platz in den unteren Decks - möglichst Mitte Länge und Breite - aufsuchen. Dann hat man gute Chancen, der Seekrankheit zu entgehen. Hatte das vor knapp 5 Jahren im Sommer. Und selbst auf dem zweitgrößten Schiff der Hurtigrutenflotte bekam ich zuvor einen recht flauen Magen. Will dir aber nicht die Vorfreude vederben. Denn das war das einzige Mal auf drei Fahrten.
LG Bernhard

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