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Panoramafreiheit

Liebe FFCler/innen, ich möchte euch auf ein m.E. wichtiges und vielleicht etwas vernachlässigtes Thema hinweisen, die Panoramafreiheit.
Wikipedia hat das sehr ausführlich beschrieben, hier Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Panoramafreiheit#Kriterium_„öffentlich“

Und dann hab ich noch etwas zur Panoramafreiheit in bestimmten Ländern gefunden, lest hier:

https://www.erkunde-die-welt.de/panoramafreiheit-in-ausgewaehlten-laendern/

Ich hab mein Foto mit dem geschützen Kußmund von Aida Diva gelöscht. Das Schiff befindet sich sich zwar in der Öffentlichkeit - Hafen, aber das Mündchen ist geschützt!!
VG, Werner
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von UP

Zitat Dirk Rosin

Zitat UP


Zitat Dirk Rosin
Mal so ganz naiv gefragt,

wenn ich doch wirklich gern den Eifelturm nachts angeleuchtet fotografieren moechte , das dann auch tu und mir als poster ausdrucke und an meine wohnzimmerwand haenge , wo ist dann das problem ? Man muss ja nicht alles irgendwo im net verøffentlichen.

Aus meiner sicht wird das ganze thema total hysterisch und panikartig angegangen, also von dem ein oder anderen.

Lg Dirk

.... Wenn wir nicht mehr fotografieren dürfen, brauchen wir auch keine Kameras.


 


Das ist ein argument ungefaehr so "auf deutschen autobahnen nur noch 100km/h" (wie z.b.hier zulande)wuerde dann bedeuten "Duerfen wir kein auto mehr fahren brauchen wir auch keine autos." 

Für einen Landschafts- und Naturfotografen in Norwegen ist verständlicherweise kaum nachzuvollziehen, wovon wir hier überhaupt reden.
von UP

Zitat Frankenwerner


Einige konkrete Ideen dazu habe ich schon, die erste ist ein Schreiben an meinen Kamera- und Objektivhersteller.
Tschüss & schönen Tag, Werner
 


Das kannst Du abhaken. Du siehst doch hier schon, daß das Echo auf diesen Gedanken primär aus ignorien und abwehren besteht. Jeder glaubt, daß es ihn nicht betrifft.


Eigentlich braucht es nur einen Hersteller, der sich der Sache annimmt. Der ist deutsch, sitzt in Wetzlar und und trägt das Schild der Streetfotografie vor sich her. Sicher hätte man in Berlin und Brüssel ein offenes Ohr, wenn dieses Unternehmen mal den Mund aufmachen würde. Mitte Juni bin ich dort bei einer Veranstaltung und werde mir wieder den Mund fusselig reden, in dem Wissen, daß die mir innerlich den Vogel zeigen. Aber irgendwann muss doch mal jemand begreifen, daß es so für uns nicht weitergehen kann.

Dem Papier nach verbietet die DSGVO dem Amateurfotografen das vorher nicht vertraglich vereinbarte Fotografieren von Menschen. Streetfotografie in Deutschland? Das war's. Auch der Berufsfotograf bewegt sich nicht ohne weiteres rechtssicher. Gestern habe ich mir von einem qualifizierten Datenschutzbeauftragen, der u.a. einen kleinen Zeitungsverlag betreut, erklären lassen, daß die DSGVO asuch so ausgelegt werden kann, daß ein Fotograf ohne ein Anstellungsverhältnis bei einer Zeitung auch nicht einfach so das Zeitgeschehen fotografisch dokumentieren kann. Und welcher Fotograf ist denn heute noch bei einer Zeitung angestellt?

Die DSGVO bietet jede Menge neuer Möglichkeiten, seinen Mitmenschen (nicht nur Fotografen) das Leben schwerer zu machen als nötig, ohne uns Bürgern wirklich etwas zurück zu geben. Unsere Daten sind ebenso unsicher wie vorher, aber überall sind neue Tretminen ausgelegt, auf denen wir Schaden nehmen können.    

 

 


Das kannst Du abhaken. Du siehst doch hier schon, daß das Echo auf diesen Gedanken primär aus ignorien und abwehren besteht. Jeder glaubt, daß es ihn nicht betrifft.

Das stimmt. Wie schon gesagt, einen von uns hat's ja getroffen. 
Was die DSGVO betrifft, bin ich mit dem, was mir der Landesdatenschutz NDS dazu gesagt hat, zufrieden und wenn sie den Kopf aus ihren 300.000 Anfragen zu diesem Thema rauskriegen, krieg ich vielleicht auch was Schriftliches. Ich kann Dir das gerne schicken. 
Obwohl ich mir keine Illusionen über Die Wirkung eines Schreiben an OLYMPUS mache, hab ich's wenigstens versucht. Und dann fällt mir vielleicht noch was anderes ein. Irgendwann sind ja auch wieder Landtagswahlen und es gibt bestimmt noch andere Kanäle. 
Deine Idee mit Wetzlar klingt vielversprechend, ich halt Dir die Daumen dafür. 
Einen schönen Tag wünsch ich Dir, VG, Werner 
 
von Leon46


Zitat Frankenwerner
Stephan, da bin ich völlig Deiner Meinung. Allerdings sind es viele Privatinteressen, die uns hier einen Riegel vorschieben wollen, bzw. uns zu Kasse bitten. Beispiel Eiffelturm: Tagsüber ist der Turm frei für die Fotografen. im Jahr 1985 hat sich die Betreibergesellschaft SETE die Beleuchtung schützen lassen und deshalb ist das Fotografieren des beleuchteten Eiffelturms eben nicht mehr frei. Beim Hundertwasserhaus in Wien hat der Architekt vom Obersten österreichischen Gerichtshof erstritten, daß die Betreibergesellschaft Hundertwasserhaus ohne seine Genehmigung keine Bilder von der Fassade vervielfältigen darf.
Bei der AIDA-DIVA ist Wiki nicht auf dem letzten Stand gewesen, hier gibt es ein BGH-Urteil, dass das Fotografieren des Kußmündchens am Bug erlaubt. Insofern war ich mit meinem Eintrag auch nicht auf dem letzten Stand und hab mich an Wki orientiert, aber ein Fotokamerad aus dem OLYMPUS-Forum hat mich hier berichtigt.

Aber all das soll zeigen, das das ein ernstzunehmendes und u.U. teueres Thema werden kann.
Ein anderes Beispiel: Vielleicht kennst Du das Gummibärchenorakel mit den HARIBO-Bärchen. Auf die Frage, ob man die Gummibärchen fotografieren und in seiner Fotoseite veröffentlichen darf, schrieb HARIBO einem anfragenden Fotokameraden::
Sehr geehrter Herr Xxxxxxxxxx,

vielen lieben Dank für Ihre freundliche Email sowie die Informationen zu Ihrer Tätigkeit als Hobbyfotograf.

Nach Rücksprache mit unserer Rechtsabteilung können wir Ihnen heute mitteilen, dass Sie das übersandte Foto „piano_baer_rot_neu_klein“ gerne verwenden dürfen, da es sich um einen Goldbären aus Fruchtgummi (Einzelproduktstück) handelt. 

Aus rechtlichen Gründen darf man nur nicht das original HARIBO-Logo, die HARIBO-Schriftart sowie die HARIBO-Goldbären-Illustration verwenden, da diese patentiert und somit rechtskräftig geschützt sind!

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen und verbleiben

Sehr informativ ist der Artikel von 22places, Jenny & Basi.Lies hier:

https://www.22places.de/panoramafreiheit-fotografie/

Fazit: Es gibt noch genug für uns zu tun, ohne daß wir uns darüber Sorge machen müssen, solange wir unsere Fotos in Deutschland veröffentlichen und  uns im öffentlichen Raum bewegen. Im nichtöffentlichen Raum muß man eben fragen. Die o.g. Autoren Basti&Jenny verweisen auch auf die weltweit uneinheitliche Situation bei der Panoramafreiheit. Wer also Fotos von einem nicht panoramafreien Gebäude über Facebook, Instagram, WhatsAppp oder anderen Bildersammlern veröffentlicht und jemand in einem Land mit Panoramaverbot wie z.B. Frankreich sieht das - dann kann es Ärger geben.
Mir ging's bei diesem Eintrag nur um die Info zu diesem hirnrissigen, aber evtl. teueren Thema. Ciao, Werner




 
Hallo Werner,
der LINK zur Panoramafreiheit verweist auf einen Artikel der bereits in 2014 veröffentlicht wurde.
Hat der Inhalt noch Bestand ?
VG.

Zitat Leon46


Zitat Frankenwerner
Stephan, da bin ich völlig Deiner Meinung. Allerdings sind es viele Privatinteressen, die uns hier einen Riegel vorschieben wollen, bzw. uns zu Kasse bitten. Beispiel Eiffelturm: Tagsüber ist der Turm frei für die Fotografen. im Jahr 1985 hat sich die Betreibergesellschaft SETE die Beleuchtung schützen lassen und deshalb ist das Fotografieren des beleuchteten Eiffelturms eben nicht mehr frei. Beim Hundertwasserhaus in Wien hat der Architekt vom Obersten österreichischen Gerichtshof erstritten, daß die Betreibergesellschaft Hundertwasserhaus ohne seine Genehmigung keine Bilder von der Fassade vervielfältigen darf.
Bei der AIDA-DIVA ist Wiki nicht auf dem letzten Stand gewesen, hier gibt es ein BGH-Urteil, dass das Fotografieren des Kußmündchens am Bug erlaubt. Insofern war ich mit meinem Eintrag auch nicht auf dem letzten Stand und hab mich an Wki orientiert, aber ein Fotokamerad aus dem OLYMPUS-Forum hat mich hier berichtigt.

Aber all das soll zeigen, das das ein ernstzunehmendes und u.U. teueres Thema werden kann.
Ein anderes Beispiel: Vielleicht kennst Du das Gummibärchenorakel mit den HARIBO-Bärchen. Auf die Frage, ob man die Gummibärchen fotografieren und in seiner Fotoseite veröffentlichen darf, schrieb HARIBO einem anfragenden Fotokameraden::
Sehr geehrter Herr Xxxxxxxxxx,

vielen lieben Dank für Ihre freundliche Email sowie die Informationen zu Ihrer Tätigkeit als Hobbyfotograf.

Nach Rücksprache mit unserer Rechtsabteilung können wir Ihnen heute mitteilen, dass Sie das übersandte Foto „piano_baer_rot_neu_klein“ gerne verwenden dürfen, da es sich um einen Goldbären aus Fruchtgummi (Einzelproduktstück) handelt. 

Aus rechtlichen Gründen darf man nur nicht das original HARIBO-Logo, die HARIBO-Schriftart sowie die HARIBO-Goldbären-Illustration verwenden, da diese patentiert und somit rechtskräftig geschützt sind!

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen und verbleiben

Sehr informativ ist der Artikel von 22places, Jenny & Basi.Lies hier:

https://www.22places.de/panoramafreiheit-fotografie/

Fazit: Es gibt noch genug für uns zu tun, ohne daß wir uns darüber Sorge machen müssen, solange wir unsere Fotos in Deutschland veröffentlichen und  uns im öffentlichen Raum bewegen. Im nichtöffentlichen Raum muß man eben fragen. Die o.g. Autoren Basti&Jenny verweisen auch auf die weltweit uneinheitliche Situation bei der Panoramafreiheit. Wer also Fotos von einem nicht panoramafreien Gebäude über Facebook, Instagram, WhatsAppp oder anderen Bildersammlern veröffentlicht und jemand in einem Land mit Panoramaverbot wie z.B. Frankreich sieht das - dann kann es Ärger geben.
Mir ging's bei diesem Eintrag nur um die Info zu diesem hirnrissigen, aber evtl. teueren Thema. Ciao, Werner




 
Hallo Werner,
der LINK zur Panoramafreiheit verweist auf einen Artikel der bereits in 2014 veröffentlicht wurde.
Hat der Inhalt noch Bestand ?
VG.
Hallo, Leon, danke für den Hinweis, daß der verlinkte Artikel schon frührer - das war vor meinem Eintritt hier - gezeigt wurde. Nach meinem Kenntnisstand zu diesem Thema gelten die Aussagen nach wie vor. HG, Werner

Hallo zusammen, eine kurze Info und von meiner Seite abschließend zu diesem Thema:
Ich habe letzte Woche mit der Stiftung Preussische Gärten und Schlösser (SPGS ) in Potsdam  telefoniert um aus erster Hand zu erfahren, wie das  Fotografierverbot nun konkret gehandhabt wird, ob es auch für Hobbyfotofotografen uneingeschränkt gilt, oder ob's Ausnahmen gibt. Es war ein sehr angenehmes Gespräch und man wollte im Detail mehr über das FotoForum erfahren. Ich habe betont, daß ich kein Berufsfotograf bin und keinerlei kommerziellen Interessen verfolge. Dabei klang an, daß sich offenbar nicht wenige Berufsfotografen als Hobbyfotografen ausgeben, um bekannte Einschränkungen zu unterlaufen.
Heute kam eine sehr freundliche und sehr eindeutige Nachricht, in der betont wurde, daß alle Vermarktungsrechte uneingeschränkt bei der Stiftung liegen und Mitgliedern des FotoForums keine Fotografiererlaubnis erteilt werden kann. Begründet wurde das u.a. mit Punkt 8 der Nutzungsbestimmungen, in dem es heißt:

8. NutzungsrechteeinräumungDer Nutzer, der einen Beitrag (z. B. Foto oder Text) in die fotoforum Community einstellt, räumt fotoforum.de damit gleichzeitig das Recht ein, den Beitrag zeitlich und räumlich unbegrenzt und beliebig oft und ohne Anspruch auf Vergütung auf allen Seiten der fotoforum Community und der Internetplattform fotoforum.de öffentlich zugänglich zu machen und zum Abruf durch Dritte bereitzuhalten. Eine anderweitige Verwendung durch fotoforum.de findet nur nach Rücksprache mit dem Urheber und dessen Einwilligung statt (...)

Auch die Forderung der FF-AGB , daß kein  hochgeladenes Bild die Rechte anderer verletzen darf , schließt damit eine Fotoveröffentlichung von Gebäuden und Anlagen der SPSG sofort aus. 

In Punkt 8 der Nutzungsbedingungen sieht man  offenbar die Möglichkeit der mißbräuchlichen Nutzung der Fotos (Raubkopien, etc).  Das FotoForum hat nicht den eindeutigen Ruf einer anderen großen Community, die in ihren AGBs explizit den Kauf veröffentlichter Fotos ermöglicht und regelmäßig bewirbt.

Wer Fotos aus den Innenbereichen machen möchte, benötigt dazu vorab eine per Honorar erteilte Fotografieerlaubnis, deren Höhe ich nicht weiter hinterfragt habe. 
Das ist der Sachstand zu Potsdam. 

Tschüss, Werner


  8. NutzungsrechteeinräumungDer Nutzer, der einen Beitrag (z. B. Foto oder Text) in die fotoforum Community einstellt, räumt fotoforum.de damit gleichzeitig das Recht ein, den Beitrag zeitlich und räumlich unbegrenzt und beliebig oft und ohne Anspruch auf Vergütung auf allen Seiten der fotoforum Community und der Internetplattform fotoforum.de öffentlich zugänglich zu machen und zum Abruf durch Dritte bereitzuhalten. Eine anderweitige Verwendung durch fotoforum.de findet nur nach Rücksprache mit dem Urheber und dessen Einwilligung statt
Fotoerlaubnis

Gültig für einen Tag in allen Schlössern.
Nur für private Nutzung. Nicht zur Veröffentlichung.
Ohne Blitz, ohne Stativ.

Preis: 3.00 €

Siehe auch https://www.spsg.de/schloesser-gaerten/objekt/schloss-sanssouci/

LG Stefan

14.05.2018DVF , Fotoszene
DS-GVO: Entwarnung für Fotografenentnommen DVF Deutscher Verband für Fotografen e. V.
Warum sich für Fotografen nichts Wesentliches ändert. Die Auswirkungen der neuen Datenschutzbestimmungen für Fotografen. Eine Abhandlung von DVF Präsident und Justitiar Wolfgang Rau.
Auf der Adventure in Duisburg am letzten Wochenende hielt der Präsident einen Vortrag über dieses Thema.
Hier der link zu diesem Thema, ein Download ist auch möglich.

https://www.dvf-fotografie.de/news/2018-06-03/1000061/ds-gvo-entwarnung-...

Ich hoffe mit diesem link zu diesem Thema, manchen die Unsicherheit nehmen zu können. Es bedeutet weiter so, das hatte es auch der Präsident des DVF am letzten Wochenende auf der Adventure in Duisburg zum Ausdruck gebracht.

VG herbert

 
von Leon46
Hallo Herbert,
das Thema "DGSVO" hat hier bereits einen eigenen Tread mit mittlerweile 56 Beiträgen.
https://www.fotoforum.de/community/forum/datenschutzgrundverordnung-dsgv...

Die Abhandlung von Herrn Wolfgang Rau stellt doch seine rein persönliche Meinung und Sichtweise als Jurist und Präsident des Deutschen Verbandes für Photografie dar. Für mich ist "Entwarnung" auch mit Wunschdenken besetzt.
Nach meiner Ansicht kollidiert hier die entlastende Überschrift "DS-GVO: Entwarnung für Fotografen"  mit den letzten Worten - genau dieser o.g. Abhandlung. Denn da steht auch zu lesen:
"Letztlich ist hier – wie auch in Deutschland - jedoch die weitere Entwicklung noch abzuwarten, alles andere wäre reine Spekulation".
Herr Rau verweist damit auf die zu zukünftig zu erwartende Rechtsprechung.
NS:
In der m.faz.net vom 07.04.2018 beschäftigte sich somit kürzlich Frau Andrea Diener (Redakteurin im Feulleton), rückblickend nochmals mit dem Fall von "Streetfotografie" um Herr Espen Eichhöfer und dem Bundesverfassungsgericht und spricht von neuen Grauzonen.

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