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Pressefoto des Jahres

Hallo liebe Community,

anlässlich der aktuellen Auszeichnung zum Pressefoto des Jahres "Venezuela Krise" stellt sich für mich die Frage,
ob derartige Bilder, die mit großem Leid für die Betroffenen verbunden sind, überhaupt eine Auszeichnung, gleich
welcher Art, erhalten sollten. Ich würde mich freuen, wenn ihr hierzu euere Meinung mitteilen würdet.

Liebe Grüße 
Jürgen

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Himmel ..... das Foto kannte ich noch nicht. Mich macht das immer etwas fassungslos. WArum wirft man da nicht seine Jacke oder zur Not die eigene Hose drüber, statt zu fotografieren? :-O

Zitat Jürgen Grandeit
Hallo liebe Community,

anlässlich der aktuellen Auszeichnung zum Pressefoto des Jahres "Venezuela Krise" stellt sich für mich die Frage,
ob derartige Bilder, die mit großem Leid für die Betroffenen verbunden sind, überhaupt eine Auszeichnung, gleich
welcher Art, erhalten sollten. Ich würde mich freuen, wenn ihr hierzu euere Meinung mitteilen würdet.

Liebe Grüße 
Jürgen
Jürgen das ist einfach entsetzlich und noch entsetzlicher ist es, das zu fotografieren anstatt im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu helfen. Nein, solche Fotos verdienen m.E. keine Auszeichnung. Liebe Grüße zurück, Werner

Ein zeitdokument , besser sowas zeigen als wegzuschauen und zu schweigen. Ob es einen preis verdient ist eine andere sache . 
Lg Dirk
Hi Dirk,

danke für deine Meinung. Mir geht es nicht darum, solche Fotos zu veröffentlichen, sondern um die Tatsache, dass der
Fotograf hieraus monetäre Gewinne erzielt. Im vorliegenden Fall beträgt das Preisgeld beispielsweise 10 000 EUR. 
Ist es moralisch vertretbar, dass Fotografen für solche Fotos finanzielle Vorteile generieren? Ich meine, nein!
Gegen eine Dokumentation der jeweiligen Situation ist meiner Meinung nach nichts zu sagen, solange die Bilder nur
zu diesem Zweck veröffentlicht werden.

LG
Jürgen

Dem stimme ich zu, Jürgen!! LG, Werner
ich denke jeder kriegsberichterstatter-fotograf verdient damit sein geld , und ich glaube die meisten machen es aus ueberzeugung. Ich kann mir auch nicht vorstellen das so ein foto bewusst mit dem ziel "extra - kohle" verdienen gemacht wird. Und eine award auschreibung "brennende menschen" wird es wohl auch nicht geben. Wenn dann sind hier die verantwortlichen die das preisgeld ausloben in der moralischen verantwortung.
Lg Dirk
von Ilas
In solch einer schrecklichen Situation eiskalt Fotos zu machen, statt dem Menschen zu Hilfe zu eilen, zeugt von absoluter Empathielosigkeit. Das Foto dann noch mit diesem Preis auszuzeichnen nicht minder. So etwas bedient die Klientel der Gaffer. Das ist krank und widerlich.
Kann man doch von hier gar nicht beurteilen Ilas. Vielleicht war das ein 800er tele , zu weit weg um direkt zu helfen. Vielleicht waren direkt neben dem foto was man nicht sieht schon helfer , krankenwagen etc. Alles spekulationen. Das weltberuehmte Vietnam foto mit dem kleinen napalm kind zeigt auch nicht das was man dort wirklich sah. Dazu gab es hier auch mal irgendwo in den tiefen des forums ein link.
lg dirk
von Andi
Hallo Miteinander,
ich bin jetzt sehr mutig und lehne mich sehr weit aus dem Fenster. Das ist Bild/Foto-Journalismus. Das muss gezeigt werden!! Dieser Wahnsinn!! DIe Aufnahme ist hart, verstörend! Aber das ist leider eine Realität, die viele in unserer Gesellschaft nicht wahr haben wollen, nicht sehen wollen, geschweige sich damit beschäftigen wollen. Hier ist doch alles schön und friedlich...
Die Aufnahme hat eine Geschichte... und eine Erklärung: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/world-press-photo-pressefoto-d...
DerMann/die Frau/der,dieFotograf(in) - in solchen Situationen setzen diese Menschen ihr eigenes Leben aufs Spiel. Ich glaube kaum, dass hier an Preisgelder gedacht wird. Nein, nein, nein!!!
Kriegsberichterstatter wird eine solche Tätigkeit auch genannt - viele sind selbst nicht zurückgekommen.
Wenn wir hier schöne Blümchen, Tierchen und sonstige sicherlich gelungene Nettigkeiten fotografieren können, einschließlich irgendwelcher Expeditionen in extravagante Regionen unserer Erde mit Sicherheitsgarantie incl. Reiserücktrittsversicherung! - liebe Leute...
Gott sei Dank gibt es Journalisten, sei es "nur" Wort- oder auch mit Bildberichterstattung, die uns hoffentlich immer wieder wachrütteln!
Ein(e) Fotograf(in), der/die eine solche Situation erleben musste - vielleicht auch von berufswegen - der/die denkt imho nicht an iregendwelche Preisgelder - der/die macht seinen/ihren Job. UND DAS IST GUT SO!!! 
Grüße Andi
PS: Wenn es solchen Journalismus nicht gäbe, wären wir alle auf Trump-Twitter angewiesen...
von Andi
PS 2: Und das hat imho überhaupt nichts mit Händi/Gaffer-Mentalität zu tun

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