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Probleme und Lösungen

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Steigungen und Gefälle

Hallo Community,

ich wandere oft in den Bergen in denen es naturgemäß Steigungen und Gefälle gibt, die ich auch gern fotografiere.
Allerdings bin ich mit den Resultaten meist unzufrieden, weil diese nicht so im Bild wiedergegeben werden.
Meine Frage deshalb - besonders an die "Bergbewohner": Was muss ich anstellen, damit Steigungen und Gefälle besser zur Wirkung gelangen?

Danke im Voraus für die Hilfe.

Viele Grüße vom Südrand der Lüneburger Heide
Wolfhart

Antworten

von Piesl
Hallo Wolfhart,

okay am Rand der Lüneburger Heide ist das ein Problem mit Steigungen. ;))

Spaß beiseite, dieses Problem hast man eigentlich fast immer. Man schwitzt sich einen ab, will das dokumentieren und auf dem Bild wirkt es flach wie ein Stück Papier. Offene Landschaften oder auf gut ausgebautem Weg mit Person behelfe ich mir damit quer zum Hang zu fotografieren. So hast du Vertikalen (Bäume bzw. die Person), die die Steigung veranschaulichen. Begibt sich die Person bergauf in leichte Vorbeuge, talswärts Rückenlage, verstärkt das den Eindruck. Ein sehr dezentes Verwinkeln um 1-2 Grad der Kamera gegen die Steigung gibt auch noch etwas Saft. Dann sollten dann aber keine definiert vertikalen Objekte wie Masten etc. zu sehen sein. 

Auf naturnahen Wanderwegen mit viel Kraxelei über offenes Gestein wählen meine Frau und ich dann immer möglichst extreme Stellen und der Fotografierte befindet sich dann im Schritt über eine schroffe Passage. Bergauf gegen die Laufrichtung den Blick nach oben, vielleicht noch an etwas am Wegrand mit der Hand festhalten, der Fotograf arbeitet stehend talwärts. Andere Blickrichtung: Fotograf hockend bergauf, um nach oben zu fotografieren und die Person evtl. mit Blick talwärts zurück. Auch hierbei dramatiesiert eine leichte Vorbeuge die Szene etwas. Ein bissl Hollywood muss manchmal sein. :)

Gruß Peter
Hallo Peter,

vielen Dank für Deine Tipps, besonders für den zweiten, denn meistens sind die Wanderwege in den Bergen beiderseits ja meist dicht bewachsen, oder an einer Seite ist ein Abgrund. 

Was die Lüneburger Heide betrifft: Täusch Dich da nicht, der Wilseder Berg ist fast so hoch wie die Zugspitze, er steckt nur tiefer in der Erde.
Und versuch' mal, auf ihn mit dem Fahrrad zu fahren, das schaffen selbst Pedelec-Fahrer nicht.

In diesem Sinne

Gruß aus der Lüneburger Heide
Wolfhart
von Piesl
Hallo Wolfhart,

ich fange mal von hinten an...

Ohne E-Antrieb packe ich jeden Berg und jede Steigung problemlos - hinunter. :)

Leider muss ich zugeben, das ich die Dutch Mountains der Lüneburger Heide total unterschätzt habe. Doch dein Bild vom Totengrund wirft mich in ungläubige Ehrfurcht vor der zerklüfteten Landschaft. Man kennt sonst nur die leichten Wellen mit den Heidschnucken drauf.

Freut mich wenn ich dir etwas helfen konnte und bin gespannt auf deine künftigen Bilder.

Gruß Peter
Hallo Wolfhart,

ich kenne das Problem auch. Hatte mal mit der Kompaktkamera (35mm) den Eiger (ja, der mit der berühmten Nordwand) von Grindelwald fotografiert und natürlich die Kamera aufgekanntet, damit der Berg auch ganz drauf kam.
Was herauskam, war dasselbe wie bei dir: Ein Flachmann ;-)
Peter hat die wichtigsten Lösungen herausgegriffen. Dem kann ich im Moment nichts hinzufügen.

LG Bernhard
Hallo Bernhard,

vielen Dank für die Info.

LG Wolfhart