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Verständnisfrage zum nächsten Award


Hallo!

Mal eine Frage zum nächsten Award. Ein Thema ist dort Flower Power. Was versteht ihr darunter?
Mich erinnert es an die Hippie-Bewegung ;-).

LG
Anne

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Hi Annemarie,

ich habe da auch lange überlegt und mir nun eine Bildidee zurechtgelegt, aber noch nicht umgesetzt. Zeige ich, wenn es soweit ist.

Im Sinne von "Power" kann man vielleicht noch anderes aufgreifen:
  • Energie
  • Kraft
  • Macht
Alles sollte sich dann wohl auf die Pflanzen-Kategorie "Blumen" beziehen.
Diese Kategorie birgt also viel Interpretationsspielraum und aus meiner Sicht auch kreative Freiheit.
Ob das dann die Jury so "versteht" (oder interpretiert), wie man es meint, steht auf einem anderen Blatt. ;-)

Cheers, Kenny
Hallo...Flower Power ist alles und nichts...wie immer muss man ein bisschen interpretieren aber es gibt schon viele Moechglichkeiten.
Administrator
Lieber Alex,
da hast es genau getroffen, und zwar ganz unabhängig vom Thema „Flower Power". Ein Wettbewerbsthema sollte nicht als Definition verstanden werden, welche die Bilder möglichst genau erfüllen sollen, sondern vielmehr umgekehrt sollten die Fotograf*innen das Thema mutig in die Hand nehmen und mit ihren eigenen Vorstellungen und Ideen ausfüllen. Darum sollte auch eine Jury nicht mit zu engen thematischen Erwartungen an die Beurteilung der Bilder herangehen, sondern offen sein für das, was die Teilnehmer ihr anbieten. Das heißt im Umkehrschluss nicht, dass das Thema egal ist. Aber die Jury möchte gerne überrascht und verblüfft sind, mit welchen zum Thema passenden Interpretationen sie konfrontiert wird. Eine Jury sollte sich im Ideallfall von der Kreativität, die aus den Bildern spricht, begeistern lassen. 
Vielleicht helfen diese Gedanken dir und euch ein wenig weiter …
Herzliche Grüße
Martin

Zitat Martin Breutmann
Lieber Alex,
da hast es genau getroffen, und zwar ganz unabhängig vom Thema „Flower Power". Ein Wettbewerbsthema sollte nicht als Definition verstanden werden, welche die Bilder möglichst genau erfüllen sollen, sondern vielmehr umgekehrt sollten die Fotograf*innen das Thema mutig in die Hand nehmen und mit ihren eigenen Vorstellungen und Ideen ausfüllen. Darum sollte auch eine Jury nicht mit zu engen thematischen Erwartungen an die Beurteilung der Bilder herangehen, sondern offen sein für das, was die Teilnehmer ihr anbieten. Das heißt im Umkehrschluss nicht, dass das Thema egal ist. Aber die Jury möchte gerne überrascht und verblüfft sind, mit welchen zum Thema passenden Interpretationen sie konfrontiert wird. Eine Jury sollte sich im Ideallfall von der Kreativität, die aus den Bildern spricht, begeistern lassen. 
Vielleicht helfen diese Gedanken dir und euch ein wenig weiter …
Herzliche Grüße
Martin
 
Genau, danke fuer die Antwort. Wenn jemand die erste 3 fotos von einem Wetterbewerbsthema von fotoforum sieht, sollte sofort was die Jury fuer Kreativitaet und Phantasie versteht.

Super!
So verschieden sind die Meinungen...
Ich finde Themenvorgaben sollten sich auch deutlich in den eingereichten Fotos widerspiegeln und nicht möglichst frei interpretiert werden.
Fotos, die sich an die Vorgabe halten, haben hier kaum eine Chance.
Ich fände es besser "Freies Thema" anzugeben. Dann kann jeder machen was er denkt.
Gruss Tom
Hallo Martin,

was du schreibst ist einleuchtend und auch sehr inovativ - kreativ, aber es sind deine gedanken. Da die jury , so nehme ich an , unbeeinflussbar ist, ist es schwierig vorher zu wissen wie die jury die themen sieht und angeht. Oder wird die Jury vorher gebrieft
die Themen locker zu sehen. 
Wenn ich dein statement richtig lese und verstehe, dann ist beim Award "thema verfehlt/disqualifiziert" so gut wie nicht møglich. Ist das 
deine persønliche meinung zum Award oder ist das eine vorgabe die du als veranstalter der jury vorgibst ?

Lg Dirk

Hallo Dirk.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass die ausgewählten Fotos möglichst weit vom Thema weg sind.
Grade beim Thema Architektur. Da geht ausser Tierfotos meistens alles... :-)

Gruss Tom

Zitat Dirk Rosin
Hallo Martin,

was du schreibst ist einleuchtend und auch sehr inovativ - kreativ, aber es sind deine gedanken. Da die jury , so nehme ich an , unbeeinflussbar ist, ist es schwierig vorher zu wissen wie die jury die themen sieht und angeht. Oder wird die Jury vorher gebrieft
die Themen locker zu sehen. 
Wenn ich dein statement richtig lese und verstehe, dann ist beim Award "thema verfehlt/disqualifiziert" so gut wie nicht møglich. Ist das 
deine persønliche meinung zum Award oder ist das eine vorgabe die du als veranstalter der jury vorgibst ?

Lg Dirk
Martin Breutmann wahrscheinlich war schon in die Jury!!!

Administrator
Lieber Dirk,
danke für deinen Beitrag:

Zitat Dirk Rosin
[…] was du schreibst ist einleuchtend und auch sehr inovativ - kreativ, aber es sind deine gedanken.
„Innovativ" oder „kreativ" finde ich das eigentlich nicht. Ich stelle hier vielmehr sachlich fest, dass es für einen anspruchsvollen Wettbewerb Standard sein sollte, dass die Jury offen ist für die Ideen der Teilnehmer*innen und ihren Arbeiten mit Respekt begegnet. Das meine ich damit.

Zitat Dirk Rosin 
Da die jury , so nehme ich an , unbeeinflussbar ist, ist es schwierig vorher zu wissen wie die jury die themen sieht und angeht. Oder wird die Jury vorher gebrieft die Themen locker zu sehen.
Niemand ist unbeeinflussbar. Die Jury wird nicht gebrieft, wie sie die Themen zu sehen hat. Wenn wir das tun würden, bräuchten wir keine Juroren einzuladen. Die Jury entscheidet frei und ohne Vorgaben. Natürlich erhält die Jury zu Beginn ein Briefing. Aber nicht darüber, wie sie zu entscheiden hat oder was „erwünschte" oder „unerwünschte" Bilder sind, sondern zum technischen Ablauf und zu den Teilnahmebedingungen. Rückfragen der Juroren zu Regeln werden hier ebenfalls beantwortet.

Zitat Dirk Rosin 
Wenn ich dein statement richtig lese und verstehe, dann ist beim Award "thema verfehlt/disqualifiziert" so gut wie nicht møglich.
Doch, man kann das Thema verfehlen. Nämlich dann, wenn der Betrachter/Juror das Bild nicht ausreichend mit dem Thema in Verbindung bringen kann. Dann funktioniert das Bild beim Juror nicht. Man kann ein Thema aber auch so genau treffen und die Vorgaben übererfüllen, dass das Bild langweilig wird. Darum habe ich ja auch geschrieben: „Das heißt im Umkehrschluss nicht, dass das Thema egal ist." Mein Beitrag war als Hinweis und Ermutigung gedacht, nicht zu sehr am Thema „zu kleben", sondern auch darüber hinauszudenken. Wer sich nur auf vertrautem Terrain bewegt, wird kaum etwas Neues entdecken. Hier warten Innovation und Kreativität auf uns.
Zitat Dirk Rosin 
[…] Ist das deine persønliche meinung zum Award oder ist das eine vorgabe die du als veranstalter der jury vorgibst ?
Hier kann man nicht mit „oder" zwischen zwei Positionen entscheiden, wie Du es in deiner Frage forderst. Die Alternative zu A ist nicht automatisch B, wenn beide Optionen nichts miteinander zu tun haben. Zu A: Es ist meine persönliche Meinung zu Wettbewerben generell, in denen geistige Leistung und künstlerisches Schaffen subjektiv bewertet werden. Zu B: Dass wir der Jury keine Vorgaben machen, außer ihr die Teilnahmebedingungen und das Procedere zu erklären, hatte ich bereits weiter oben erläutert.
Herzliche Grüße, Martin
Administrator
Lieber Tom,
danke für diesen Beitrag:

Zitat Thomas Freund
Hallo Dirk. Manchmal habe ich den Eindruck, dass die ausgewählten Fotos möglichst weit vom Thema weg sind.

Der Eindruck täuscht ;-)  Es ist aber ein normales Phänomen, dass man sich auch als Betrachter manche Dinge (bisweilen mühsam) erarbeiten muss. Mir geht das regelmäßig so, wenn ich Galerien mit moderner, aber auch alter Malerei besuche. Wenn ich dann aber - entweder durch eine externe Erklärung oder durch intensive Beschäftigung mit dem Bild - verstanden habe, worum es geht, sind der Aha-Effekt und die Freude an dem Werk umso größer. Es kann ein sehr beglückendes Gefühl sein, die Arbeit eines Künstlers plötzlich zu verstehen, es „lesen" zu können - oder es auch einfach nur zu mögen, ohne dass man sagen kann, warum.

Zitat Thomas Freund 
Grade beim Thema Architektur. Da geht ausser Tierfotos meistens alles... :-) Gruss Tom
Beim Thema „Architektur" muss immer Architektur im Spiel sein. Aber es müssen nicht immer Steine, Glas und Beton drauf sein. Architektur ist ein sehr weiter Begriff, über den es sich lohnt, nachzudenken. Tierfotos gehen übrigens auch - wenn sie mit Architektur nicht nur zu tun haben, sondern sie mit dieser in einem Dialog stehen. Herzliche Grüße
Martin

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