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Unser Naturerbe

KrysN Photographie
„Die Buche“



Bei meinem Waldspaziergang hatte ich eine imposante Buche entdeckt. Allerdings war die Umsetzung in ein Foto nicht so einfach wie ursprünglich gedacht. Der Hang ist steiler als er aussieht und sowohl von oben als auch weiter von unten war eine Menge Gestrüpp bzw. andere Bäume im Weg. Letztendlich habe ich mich bewusst für eine mittige Aufnahme entschieden.
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Rubrik: Unser Naturerbe
Hochgeladen: 11.02.2024
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Keywords: Tharandter Wald, Hetzdorf


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Kommentare zum Bild

PeSaBi
12.02.2024

Die Buche wirkt auf mich wie der "Platzhirsch" ... es ist Dir gut gelungen, das Gestrüpp außen vor zu lassen ... alle anderen Bäume sind auf Abstand und ihr Streben nach Luft und Licht kommt sehr gut rüber ...
und nun stelle ich mir das üppige Grün im Sommer vor ...
HG - Petra

Brida
12.02.2024

Krystina, du sagst es, was der Kern dieser Art Fotografie ist: es scheint einfacher im Wald fotografieren zu können, als es letztlich dann umsetzbar ist. Gestrüpp ist im Wege, Äste ragen, wo sie nicht ragen sollten, das Licht ist nicht so, wie ich es brauchte und dann steht mein Baumfavorit auch noch an einem steilen Hang ... Irgendwo las ich mal in einem Fotoratgeber: "Waldfotografie ist kein einfaches Metier". Und das kann ich bestätigen. Ich habe über die Jahre sehr viel in allen möglichen Wäldern Deutschlands fotografiert und so nach und nach meine Erfahrungen damit gesammelt und meine Fähigkeiten ausbauen können, um ein einigermaßen ansprechendes Waldfoto hinzulegen. Dabei bin ich mit zu dem Schluss gekommen, dass bedeckter Himmel immer günstiger ist, als blauer an einem ein sonnigen Tag, gar noch mit Wolken. Sonne kann auch, aber besser ist ersteres. Nebel ist noch einmal das Salz in der Suppe der Waldfotografie. Mit Nebel und Dunst schaffe ich Waldbilder, die Stimmung bringen und erst zu etwas Besonderem werden können. Allerdings ist dann meist ein Stativ unerlässlich, gern auch Polfilter. Eine längere Belichtungszeit ist dann ja möglich und bringt die nötige Helligkeit. Diesen Bildern siehst du im Ergebnis nicht an, dass an dem Tag keine Sonne schien.
Gern fotografiere ich auch Wald so, dass kein Stück Himmel zu sehen ist, also nirgendwo durchschimmert. Das erhöht die mystische Stimmung.
Bei Sonnenschein ist es nochmal komplizierter, Wald zu fotografieren, weil die Sonne Reflexe auf den Stämmen und Blättern, (bei dir hier Blattkronen) verteilt, die ich störend empfinde in dem sowieso schon unruhigen Metier Wald. Punktuell kann die Sonne Flair bringen, wenn ich sie z.B. als Sonnenstern zwischen die Stämme setze ... Aber genug dazu theoretisiert, ich will dich damit nicht langweilen, könnte einen Vortrag über Fotografie im Wald schreiben/halten. Und da bin ich noch nicht zum Bildaufbau und - schnitt gekommen ...
Ich empfehle dir zwei sehr gute Bücher zu dem Thema:

1. von Kilian Schönberger "Faszination Waldfotografie" und
2. "Geheimnisse der Waldfotografie -
Die faszinierende Welt der Bäume verstehen und stimmungsvoll in Szene setzen"

Zurück nun zu deinem Foto hier: Es ist eine stattliche Buche, merke sie dir, wo sie steht, du wirst sie sicher wiederfinden. Besuche sie an einem diesigen Tag, wenn du Glück hast nebligen. Da sind die im Hintergrund stehenden Bäume zwar noch zu sehen, aber reduzierter. Damit rückt deine Buche mehr in das Zentrum des Blickes. Das Mittige finde ich hier gar nicht so unpassend. Gerade dann, wenn es dir um den Einzelbaum Buche geht. Nun das Gelände. Ja, unser Lieblingsbaum macht es uns manchmal nicht leicht, ihm eine fotografische Bühne zu geben, weil er natürlich nicht dort steht und wächst, wo er uns fotografisch die besten Bedingungen liefert. Bei meiner Waldfotografie im Schwarzwald fand ich ähnliche Bedingungen vor, wie du sie hier hattest. Jetzt kenne ich deine Bearbeitungsmöglichkeiten nicht. Ich arbeite mit Lightroom. Hier kann ich mit dem Werkzeug "Transformieren" (was auch in der Architekturfotografie eine Rolle spielt), diesen Hang "überlisten" und etwas begradigen, wenn ich das wollte. Das setzt aber voraus, dass ich etwas weitwinkliger schon fotografiere, mit ausreichend Material, besonders unten, aber auch an den Seiten, weil durch das "Aufrichten" - aber moderat, sonst wird er unwirklich verzerrt - von unten vielleicht wichtiges, wie hier Wurzel, verloren ginge. Er gefiele mir aber auch so "steil" und in dieser Position. Jedoch besser noch bei bedecktem Himmel. Um es, ausgehend von den vorgefundenen Bedingungen, zu behalten, würde ich es in s/w umwandeln und aufhellen. Der Stamm ist etwas zu dunkel. Auch wird durch das Aufhellen einiges im Hintergrund verschwinden, was ich hier nicht brauche. Soweit, was ich dazu sagen würde.

EsKa67
12.02.2024

So leicht von unten angeschnitten den Hügel hinauf fotografiert wirkt sie noch imposanter, als sie womöglich ist. Die anderen Bäume in den Hintergrund zu schieben ist dir mit dieser Perspektive gut gelungen, Krystina. LG, Sabine

KrysN Photographie
12.02.2024

@Brida: Recht herzlichen Dank für Deine Ausführungen. Eigentlich ist vieles bekannt, aber es ist gut, dass Wissen immer mal wieder zu reaktivieren. Ich arbeite mit LR. Ausrichten ist mir bekannt, nutze es manchmal auch für Bäume; eher jedoch selten. Ich fand es hier eher schade, dass der vermeintliche Hang so flach erscheint. Doch das Thema hat man öfters mit Hügeln.
Was das Wetter und die Bewölkung angeht, muss man manchmal nehmen was man bekommt. Meist regnet es zur Zeit nur. Ich bin da eher selten unterwegs ... aber ich gebe Dir recht, bei einem gleichmäßig bedeckten Himmel oder der Möglichkeit, diesen ganz wegzulassen, kommt mehr Ruhe in die Szenerie und man hat nicht den Stress mit den Lichtverhältnissen.
VG Krystina

brimula
13.02.2024

Da gibt es wohl kaum eine Perspektive die den ganzen Baum einfangen könnte...die anderen Bäume bilden eine gute Kulisse mit dem Sonnenlicht...

Gruss Brigitta

Barbara Weller
13.02.2024

Die zentrale Perspektive lenkt den Fokus sehr gut auf die Buche.
LG, Barbara

Lothar Mantel
13.02.2024

Ich stimme den Damen zu - hat Spaß gemacht, das alles zu lesen. Es gäbe noch eine weitere gestalterische Spielart zum gegebenen Motiv und seinen Umständen. Es ist doch so, dass hier alle Bäume himmelwärts streben und die hinteren Nadelhölzer sich bereits an den Bildrändern nach innen zu einem imaginären Fluchtpunkt im Himmel neigen. Diesen Effekt würde ich mit einem Ultraweitwinkel - eigentlich würden schon 24 mm im Querformat reichen - noch verstärken. Vielleicht dann noch in einem knackigen Schwarzweiß ausarbeiten.

LG Lothar

Nora
15.02.2024

Wie sagt man so schön: Man sieht den Wald vor lauter Bäume nicht. Du hast den Baum unter Bäumen freigestellt, ragt imposant in den Himmel und die hinteren Bäume bilden aufgereiht die Kulisse. Der blaue Himmel machts fröhlich. Also, nix wie weg. In den Wald.
LG Nora