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Strand und Meer

Markus Linnemann
„North Sea mood“


LEE Big stopper 3,0 ND + LEE 0,9 ND Grad soft
Kategorie: Landschaft
Rubrik: Strand und Meer
Hochgeladen: 14.07.2019
Kommentare: Favoriten5
Favoriten: Favoriten1
Klicks: Favoriten105
Abonnenten: Favoriten3
Kamera: NIKON Z 7
Objektiv: Zeiss Distagon T* 2.8/21mm ZF.2
Blende: f/16
Brennweite: 21 mm
Belichtung: 10 sec
ISO: 64
Keywords: Strandkorb, Strand, Sankt
Peter Ording, mood,
Nordsee, North Sea, Meer,
Küste, Sand, Wolken,
Langzeitbelichtung


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Kommentare zum Bild

Peter Tatzel
14.07.2019

Hallo Markus, die Diagonalen der Planken und der Steg weisen den Blick auf das weite Meer hinaus, ein sehr schön belichtetes Motiv. Die Filter haben sich bewährt, gefällt mir.

LG - Peter

Kittywood
16.07.2019

Eine gelungene LZB eines herrlich menschenleeren Ortes. Für mich werden Orte dieser Art, die nicht überlaufen sind von konsumierenden und vergnügungssüchtigen lauten Menschen, immer attraktiver. Dein Bild alleine vermittelt schon sehr gut die Ruhe, die man ohne Menschenmassen um sich herum gut finden und genießen kann.

LG Katja

Auma
17.07.2019

Hallo Markus,

ich versuche mich jetzt mal an einer Kommentierung Deiner Aufnahme. 

Zunächst fällt mir auf, dass sie, bezogen auf das Motiv, von Deinen bisher hier präsentierten Aufnahmen, abweicht. Aber das ist mehr so eine Feststellung ... :-)

Durch die Langzeitbelichtung wird die Weite und Leere des Raumes unterstrichen. Dies verleiht dem Bild, in Verbindung mit dem eingesetzten Weitwinkelobjektiv, eine sehr plastische Wirkung. Gekonnt auch die reduzierte und harmonische Farbgebung sowie das weiche Licht.

Die Öffnung der Terrasse hinaus auf die Weite des Strandes wird durch die von links unten nach rechts verlaufende aufsteigende Diagonale des Schattens unterstrichen. Der Strandkorb verleiht dem Bild eine zusätzliche Tiefenwirkung. Gleichzeitig bleibt mein Auge leider immer wieder an diesem Strandkorb hängen - von dem ich leider nicht so recht weiß bzw. beurteilen kann, ob er dort passt oder nicht ... Ich glaube, ich hätte, wenn es denn möglich gewesen wäre, mehr Luft zum linken Rand gelassen. Das hätte der Bildwirkung insgesamt sicher gut getan.

Zum zweiten hätte ich den Vordergrund sicher anders gestaltet. Ich hätte den Schatten unten links, der im rechten Winkel zur Diagonalen verläuft, nicht mit auf das Bild genommen. Dadurch hättest du zwei "Schatten-Eckläufer" unten rechts und unten links erzielen können - und die dunkle Fläche unten links wäre nicht vorhanden. Für meinen Geschmack würde das Bild dann wahrscheinlich ruhiger wirken.

Da du aber sehr überlegt und sorgfältig fotografierst, würde es mich SEHR interessieren, warum Du
1. nicht mehr Luft am linken Rand beim Strandkorb gelassen hast und
2. v.a. den Vordergrund so gestaltet hast, wie es sich hier darstellt.

Ich bin sehr auf Deine Antwort gespannt - vielen Dank schon mal !!

LG
Markus

Markus Linnemann
22.07.2019

Lieber Markus,

zunächst herzlichen Dank für den überaus ausführlichen, kritischen und konstruktiven Beitrag von Dir. Wie gewünscht und angekündigt nun meine Antwort dazu:

Bei diesem Bild war ich erheblichen Beschränkungen ausgesetzt. Diese bestanden im wesentlichen aus einem großen, aber nicht sonderlich schönen Pfahlbau bei etwa 20:00 Uhr schräg „hinter dem Bild“. Direkt hinter dem Strandkorb verbirgt sich ein knallbunter Verkaufsstand für Eis. Ferner sollten keine Personen auf dem Bild zu sehen sein.

Auf der Veranda rechts saßen Personen in weiteren Strandkörben,

Der Strandkorb dient als primärer Blickfänger. Ohne ihn würde das Bild zu uninteressant werden und in Bezug auf den Titel des Fotos auch deutlich wirkärmer. Die Schatten – und das ist wichtig – tragen erheblich zur räumlichen Wirkung der Strukturen bei und spiegeln das (schöne und plastisch wirkende) Seitenlicht einer tief stehenden Sonne wieder. Insofern wollte ich auf diese auch gar nicht verzichten.

Treppenabgang und Strandkorb sowie ihre Zuordnung zu einander sind im Rahmen der oben skizzierten Vorgaben genau überlegt. Ein Abweichen hiervon wäre ohne Beeinträchtigung der Gesamtwirkung gar nicht möglich gewesen. Natürlich musste ich auch die damit verbundenen Imitationen hinnehmen. Das bedingt auch, dass die Schatten links unten mit auf das Bild kamen.

Der Blickverlauf ist nun: Strandkorb - Veranda - Treppe mit Geländer - Strand - Nordsee - Horizont. Natürlich kehrt der Blick früher oder später wieder zum Strandkorb zurück. Aber das ist kein Nachteil, denn dann kann der Betrachter erneut „zur Nordsee hinuntergehen“.

Ich hoffe hiermit im wesentlichen Deine Fragen beantwortet zu haben.

Gruß

Markus

Piesl
12.08.2019

Hallo Markus,
auch wieder eines deiner sauber durchdachten Bilder.

Dem Kommentar von Aula zum unteren Anschnitt kann ich mich anschließen. Das fiel mir auch auf bevor(!) ich seinen intensiven Beitrag gelesen hatte.
Und ich weiß, du bist absolut kein Fan von Bildretusche, ABER schon in der Vorschau störte mich die linke obere Geländerplanke, die quasi aus dem Strandkorb wächst. diese würde ich entfernen, zumal sie mit der rechten Fortführung einen Linienknick bildet. Habe ein Lineal auf den Monitor gehalten. Hinter dem Strandkorb könnte ja ein Endpfosten des Geländers verborgen sein? Die Untere stört optisch nicht, da sie wie der Horizont verläuft. Ich finde so hätte der Strandkorb etwas mehr Luft und die Szenerie würde freier wirken.

Gruß und eine schöne Woche, Peter