fotoforum Award-Projekte 2019

Fotografieren und helfen

Fotografieren heißt auch: sehen, hinschauen, den Blick nicht verschließen vor wichtigen sozialen und ökologischen Aufgaben. Dieser Gedanke ist vielen Foto­grafen wichtig und er hat auch in der Arbeit des fotoforums eine lange Tradition.

Um diesem Anliegen vieler Fotografinnen und Fotografen Ausdruck zu verleihen, spendet der fotoforum Award für jeden Teilnehmer 1 Euro pro Award-Runde. Die Spendensumme des fotoforum-Awards 2019 kommt zu gleichen Teilen ökologischen und sozialen Projekten zugute. 

Nach längerer Recherche haben wir drei Projekte ausgewählt, die wir fördern und begleiten möchten. Dabei haben wir uns von folgenden Kriterien leiten lassen: Wir wollen Projekte unterstützen, bei denen wir direkten Kontakt zu den Verantwortlichen haben, wo wir aktive Partner sein sowie mit- und voneinander lernen können. Und: Jedes Projekt sollte mit unseren Kernthemen Foto­grafie und Präsentation in Verbindung stehen.



fotoforum Award-Projekte 2019
Foto: Markus Mauthe

Klima- und Artenschutz im Tropenwald Brasiliens


Klima- und artenschutz. Der Mata Atlântica-Tropenwald in Brasilien gilt als eines der artenreichsten Ökosysteme der Erde. Schätzungen besagen, dass nur noch sieben bis zwölf Prozent intakt sind. Der Naturfotograf, Umweltaktivist und Vortragsreferent Markus Mauthe hat sich hier dem Schutz des Regenwaldes verschrieben. Er lebt dort mit seiner Familie und hat gemeinsam mit vielen Unterstützern den Verein Almada Mata Atlântica Project kurz: AMAP e. V. gegründet.
Der Verein hat sich den Erhalt und die Ausweitung des bereits stark fragmentierten Regenwaldes zum Ziel gesetzt. Damit verbunden ist auch der Schutz des Goldkopflöwenäffchens, das stark gefährdet ist. Die Arbeit von AMAP e. V. dient auch dem weltweiten Klima-, Wald- und Bio­diversitätsschutz und bildet eine Grundlage für die Existenzsicherung der dort lebenden Menschen.
Hier finden Sie weitere Infos zum Projekt:
www.amap-brazil.org



fotoforum Award-Projekte 2019
Foto: pillbox; Ina Geiser


Mobilität für unterstützt sprechende Menschen


Unterstützte Kommunikation. Viele Menschen können aufgrund einer Behinderung nicht oder nicht mehr sprechen. Sie benötigen Unterstützte Kommunikation (UK), um ihre Bedürfnisse zu äußern, Fragen zu stellen, zu antworten, zu erzählen oder ihr Wissen und ihren Humor zu zeigen. Die Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e. V. hat sich vor 25 Jahren die Verbreitung der UK zur Aufgabe gemacht, sodass heute viele Menschen mit den unterschiedlichsten Einschränkungen über Gebärden, grafische Symbole oder technische Hilfen kommuni­zieren können.
Der Verein bietet Weiterbildungen für unterstützt sprechende Menschen an. Als Experten in eigener Sache referieren sie in Seminaren, Schulen und Universitäten über das Thema UK. Unterstützt sprechende Menschen benötigen oft persönliche Assistenz und ein barrierefreies Umfeld. Dies verursacht Kosten. Die Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e. V. hat dafür einen Mobilitätsfonds eingerichtet.
Hier finden Sie weitere Infos zum Projekt:
www.gesellschaft-uk.de



fotoforum Award-Projekte 2018
Foto: Hans-Uwe Schütz

Natur- und Vogelschutz im Europareservat


Natur- und Vogelschutz. Das auch von Naturfotografen viel besuchte Europareservat Rieselfelder Münster liegt etwa sechs Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Münster. Dieses von Menschenhand geschaffene Feuchtgebiet auf den ehemaligen Verrieselungsflächen der Stadt hat als bedeutender Rast- und Mauserplatz für Zugvögel eine wichtige Verbindungs- und Trittsteinfunktion für europaweit bedrohte Vogelarten. Im nördlich gelegenen Naturschutzgebiet blieb die ursprüngliche schachbrett­artige Parzellierung der Bewässerungsflächen weitgehend erhalten.
Das südöstlich angrenzende, erst 1999  wieder vernässte Naturerlebnisgebiet weist eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume auf. Beide Gebiete zusammen sind als Europäisches Vogelschutzgebiet ein Baustein des EU-Schutzgebietsnetzes NATURA 2000 zur Erhaltung des europäischen Naturerbes.
Besonderes Augenmerk unserer Unterstützung liegt hier auf der Instandhaltung der barrierefreien Aussichtspunkte und Beobachtungshütten für Ornithologen und Fotografen.
Hier finden Sie weitere Infos zum Projekt:
www.biostation-muenster.org