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Der fotoforum Award

Die Top 10 des fotoforum-Awards 2/2009
»Serien/Sequenzen«

1. Platz

Volker Frenzel : » Underground«

Eine Serie von U-Bahnhöfen fotografierte Volker Frenzel aus Alsbach. „Diese Fotos erfordern viel Geduld. Zunächst suche ich eine Umgebung, warte ab, wie sich die Menschen und Züge bewegen. Dann beginnen die eigentlichen Aufnahmen, die fast immer dem Takt des Fahrplans folgen müssen. Die meisten Fotos mache ich in der Zeit unmittelbar vor der Einfahrt bis direkt nach Ausfahrt der Züge“, kommentiert der Fotograf. Die Jury war überzeugt von der gelungenen konzeptionellen Umsetzung und der schönen Farbigkeit der Bilder.

350 Euro / 11 Punkte

2. Platz

Wolfgang Wiesen: »Poller«

Diese bunte Poller-Serie von Wolfgang Wiesen aus Tholey ist im Hafen von Dillingen an der Saar aufgenommen worden. Die Bilder nahm er mit einer Sony DSC-R1 auf und optimierte anschließend am Rechner die Helligkeit und die Farbe. Die Serie ist gut umgesetzt und zeugt von Augenmaß und Akribie. Die bunten Farbkleckse lockern die mächtigen Stahlgebilde auf und machen aus der Serie fast ein Pop-Art-Gemälde.

350 Euro / 10 Punkte

3. Platz

Sara Meißner: »Typographie«

Bei der Entstehung habe ich nicht gezielt an eine Serie gedacht, sondern ziellos aus Freude am Entdecken gesammelt. Ich mag Details, Entdecken, Struktur, Neugier, die Ästhetik des Verfalls und vor allem Schrift“, erzählt Sara Meißner aus Hagen zu ihre Serie. Die Jury war von der gekonnten und abstrakten Umsetzung angetan und fand Gefallen an den vielen Wortteilen, die viel Raum für Gedanken lassen.

3 / 9 Punkte

4. Platz

Stanislav Belicka: »Verlassene Büros«

Diese Serie hat Stanislav Belicka aus Ingerkingen in einer verlassenen Fabrik in Rijeka (Kroatien) aufgenommen. Die Lichtverhältnisse in den Räumlichkeiten waren zur Mittagszeit sehr kontrastreich, sodass er sich mit seiner Canon EOS 20D für Belichtungsreihen entschied. Am heimischen Rechner montierte er die Aufnahmen dann zu HDR-Bildern.

150 Euro / 8 Punkte

5. Platz

Wilfried Müller: »Llano del Jable«

Wilfried Müller aus Berlin hat es mit seiner Canon EOS 20D auf die Kanarische Insel La Palma verschlagen. Llano del Jable ist dort eine Landschaft, die in der Mitte der Insel zwischen Santa Cruz de La Palma und Los Llanos de Aridane liegt. Die Landschaft, die von schwarzem Sand dominiert wird, liegt auf einer Höhe von rund 1.100 m und wird häufig von Wolken durchzogen. Die Bilder überzeugten die Jury durch die faszinierende Lichtstimmung und die gelungene Bildaufteilung innerhalb der Serie.

150 Euro / 7 Punkte

6. Platz

Guido Stoll : »Wege aus der Metro«

In Rom hat Guido Stoll aus Berlin diese Sequenz mit seiner Canon EOS 20D fotografiert. An einem Kreuzungspunkt zweier Metro-Linien drängten sich die Menschen in Richtung Rolltreppe, die zum Ausgang oder zur Umsteigemöglichkeit führte. „Ich habe in verschiedenen zeitlichen Abständen fotografiert, wobei es mir besonders auf die Dynamik angekommen ist. Als schwierig betrachtete ich das Auswählen der einzelnen Fotos, um diese dann in einer kurzen und kompakten Form als Serie präsentieren zu können“, kommentiert der Fotograf. Die Jury zeigte sich äußerst zufrieden mit der Zusammenstellung der Fotos und freute sich über reichlich Dynamik in der Sequenz.

150 Euro / 6 Punkte

7. Platz

Robert Storz: »Einspruch«

Robert Storz aus Reutlingen betrieb viel Aufwand für seine amüsante Sequenz. Er fotografierte sein Modell auf einzelnen Schwarzweißbildern. Durch späteres Abwedeln erzeugte er den Verlauf und die weißen Bereiche. „Ein befreundeter Künstler hat mir dann direkt auf das Fotopapier genau nach meinen Vorgaben mit Bleistift die gezeichneten Teile angebracht“, erklärt der Fotograf, der anschließend die Sequenz noch mit Diamaterial reproduzierte.

150 Euro / 7 Punkte

8. Platz

Alexander Altmann: » Schach!«

Die Aufnahmen von Alexander Altmann aus Potsdam waren ursprünglich für ein Video für sein Informatik-Studium vorgesehen und sind Teil einer größeren Serie. Die Bilder entstanden mit einer Nikon F4 auf einem Ilford-XP2-Super-Film. Die Jury war von der Sinnlichkeit, der guten Fotografie und dem schönen analogen Korn überzeugt.

150 Euro / 4 Punkte

9. Platz

Rudolf B. Pekar : »Vergessen«

Rudolf B. Pekar aus Wals/A fuhr an einem bitterkalten Vormittag an diesem Friedhof für Grabsteine vorbei. Er fotografierte mit einer Nikon-Kamera und Kodachrome-64- und Schwarzweiß-Ilford-FP4-Filmen, scannte die Bilder ein und bearbeitete sie anschließend in Photoshop, um die Farben kühler zu machen. „Jeder dieser Grabsteine erzählt eine Geschichte, die man aber nicht mehr nachvollziehen kann“, philosophiert der Fotograf. Die Jury empfand die Serie als stimmig und konsequent umgesetzt.

150 Euro / 3 Punkte

10. Platz

Günter Schmelzer: »Heizkörper«

Günter Schmelzer aus Welden wählte für seine Bilder ein alltägliches und fotografisch vielleicht unterschätztes Motiv: Heizkörper. Die triste, aber interessante Serie entstand mit seiner Canon EOS 5D und wurde in einem geschlossenen Werk einer Abgassystem-Firma in Augsburg aufgenommen. Die Jury fand die Idee sehr mutig und konnte sich mit dem dokumentarischen Aufnahmestiel à la Becher gut anfreunden.

150 Euro / 2 Punkte